Formel 1: Die besten Bilder vom Frankreich GP

Formel 1: Kostet Vettel-Fehler die WM?

Vettel schiebt keine Panik

Sebastian Vettel bleibt trotz seines Startfehlers in Frankreich ruhig. Darum bricht der Deutsche nach dem Hamilton-Sieg nicht in Panik aus.
Es war ein kleiner Fehler mit großer Wirkung. Der Verbremser, mit dem Sebastian Vettel am Start zum GP Frankreich Valtteri Bottas abräumte und sich selbst aller Siegchancen beraubte, könnte noch Folgen haben. Nein, es wird keine zusätzliche Strafe geben für den Heppenheimer. Auch keinen Defekt an seinem Ferrari. Doch der mentale Druck, unter dem der Ferrari-Star nach Platz fünf und mit 14 Punkten Rückstand in der WM steht, der nimmt jetzt noch mal zu.
Denn die Konkurrenz nutzte das Missgeschick des Deutschen zum verbalen Rundumschlag. „Vettel hat nicht nur sein Rennen, sondern auch das von Bottas zerstört“, ereifert sich Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda. WM-Leader Lewis Hamilton poltert: „Ein Klaps auf die Hand ist nach so einem Fehler zu wenig.“

Nach der Niederlage gegen Hamilton bleibt Vettel ruhig

Schlimmer noch: Die wenig zimperliche italienische Presse schießt sich auf den Ferrari-Star ein. „Vettel begeht einen Amateurfehler, und diesmal sind die Folgen gravierend“, schreibt die Gazzetta dello Sport. „Mit einem Schlag hat er die WM-Führung verloren. Ferrari, das über ein exzellentes Auto verfügt, hat wieder einmal eine Gelegenheit verschwendet." Und La Repubblica mahnt: "Vettel macht Fehler, die er sich nicht erlauben kann, will er wieder einen WM-Titel erobern. Jetzt muss Ferrari Zusammenhalt beweisen."
In der Tat: In einer WM, die so eng ist wie diese, kann jeder Fehler am Ende den Titel kosten. Für Vettel war es in diesem Jahr schon das zweite fahrerische Missgeschick nach dem Verbremser in Baku. Auch dort kostete ihn die Unachtsamkeit den Sieg.

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Immerhin: Vettel gab den Patzer zu. Und: Er blieb wie zu Beginn der Saison die Ruhe selbst, verschwendet keine unnötige Energie mit Wortgefechten, Beschwerden oder negativen Gedanken. 
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Dazu kommt: Vettel sieht Ferrari und Mercedes trotz Hamiltons überlegenem Sieg in Frankreich weiter auf Augenhöhe. Zu AUTO BILD MOTORSPORT sagt er: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass Lewis im Schongang fahren konnte. Besonders die Zeiten meines Teamkollegen Kimi Räikkönen in seinem zweiten Stint zeigen mir: Schon am Sonntag in Österreich kann deshalb alles wieder ganz anders aussehen. Deshalb gibt es keinen Grund, Panik zu schieben.“
Das sieht auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff (46) so: „Es geht hin und her. Es ist wie beim Roulette, jederzeit kann wieder Rot kommen.“ Denn: Hamilton hat in diesem Jahr zwar noch keinen offensichtlichen Fahrfehler gemacht. Dafür war er manchmal einfach nicht schnell genug…

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Hersteller

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