125 Jahre Mercedes Motorsport

Formel 1: Kurioses über den Weltmeister

Mercedes auf Suche nach Speed

Vor dem Großen Preis von Mexiko sendet ausgerechnet der neue alte Weltmeister einen Hilferuf.
Eigentlich kann sich die Mercedes-Truppe zurücklehnen und den GP von Mexiko am Wochenende ganz entspannt angehen. Und sich womöglich schon ab jetzt ganz auf das Auto für 2020 konzentrieren.
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Grund: Den Konstrukteurstitel haben die Silberpfeile schon sicher – den sechsten in Serie – und auch den Fahrertitel kann nur noch einer der beiden Mercedes-Piloten gewinnen. Lewis Hamilton kann das schon am Sonntag gelingen. Wenn er seinem Teamkollegen Valtteri Bottas weitere 14 Punkte abnimmt, ist ihm sein insgesamt sechster WM-Titel nicht mehr zu nehmen.
Doch trotz der optimalen Ausgangslage geht die Mercedes-Truppe extrem konzentriert zur Sache. AUTO BILD MOTORSPORT kennt den Grund: Man will in den letzten vier Rennen herausfinden, wie man Ferrari wieder aus eigener Kraft – besonders im Qualifying – schlagen kann.
Hintergrund: Zwar gewann Mercedes die beiden letzten Rennen in Sotschi und Suzuka – doch beide Male half Ferrari nach. In Sotschi brachte sich die Truppe aus Maranello mit einer desaströsen Teamtaktik selbst um die verdienten Lorbeeren. In Suzuka versemmelte Ferrari-Pole-Mann Sebastian Vettel den Start und fiel hinter den späteren Sieger Bottas zurück. Umgekehrt, da ist man sich bei Mercedes sicher, wäre es schwierig mit dem Sieg geworden.

Auch den Fahrertitel kann nur noch einer der beiden Mercedes-Piloten gewinnen.

Fest steht: Das schnellste Auto über eine Runde hat im Moment Ferrari. Die letzten fünf Pole Positions holten die Fahrer aus Maranello. Größter Vorteil: Sie sind auf langen Geraden zum Teil bis zu 0,8 Sekunden schneller als Mercedes. Warum auch immer: Ferrari hat den ehemaligen Klassenprimus ausgerechnet in seiner Paradedisziplin überholt, der reinen Kraft des Motors.
Deshalb fordert der angehende Weltmeister Lewis Hamilton unmissverständlich für 2020: "Wir müssen auf dem Motorsektor richtig zulegen."
In Mexiko allerdings werde es schwierig, Ferrari Paroli zu bieten. Das behauptet Teamchef Toto Wolff. "Uns ist bewusst, dass die vier ausstehenden Rennen nicht einfach werden, und wir erwarten, dass Mexiko für uns das schwierigste davon sein wird", so Wolff. Der Wiener weiter: "Die Höhenlage der Strecke stellt uns vor einige ungewöhnliche Herausforderungen. Die niedrige Luftdichte beeinträchtigt den Abtrieb, die Kühlung und die Motorleistung des Autos. Diese Kombination liegt unserem Fahrzeug nicht besonders gut, aber wir werden alles geben, um den Schaden zu begrenzen."
WM-Kandidat Hamilton hält den Ball deshalb lieber flach. Auf den langen Geraden werden wir keine Chance gegen Ferrari haben. Und Red Bull ist traditionell auch immer gut in Mexiko."
Die Zahlen belegen es: Die letzten beiden Rennen in Mexiko wurden zweimal von Red Bull-Star Max Verstappen gewonnen. Doch auch für den Niederländer ist in diesem Jahr Ferrari klarer Favorit. "Sie sind auf der Geraden einfach zu schnell", prophezeit Verstappen.

125 Jahre Mercedes Motorsport

Autoren: Ralf Bach,

Fotos: LAT/Mercedes

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Lewis Hamilton

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