Formel 1: Lauda lacht über Vielstopper Vettel
Vettel erklärt seine vier Boxenstopps

Sebastian Vettel startete in Austin nicht nur aus der Box, er kam anschließend auch noch viermal zum Stopp an diese zurück - bei ABMS erklärt er warum.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen – dachte sich nach dem USA GP wohl auch Mercedes’ Niki Lauda und lachte in Bezug auf Sebastian Vettels vier Boxenstopps in Austin: „Vielleicht wollten die bei Red Bull Reifenwechseln üben. Die Strategie mit den ganzen Stopps versteht jedenfalls kein Mensch!“ Häme für Vielstopper Vettel. Doch was war wirklich los bei Red Bull? Der Heppenheimer selbst klärte nach dem Rennen, das er auf dem siebten Rang beendete, auf: „Am Anfang war unsere Denkweise, wegen des Safety-Cars schnell den weichen Reifen loszuwerden und das Rennen ab da in zwei Teile zu teilen.“
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Zwei Stopps in zwei Runden

Für Vettel (l.) und seine Vierstopp-Strategie setzte es nach dem Rennen sogar Hohn und Spott von Lauda (r.)
Den Schalter umgelegt
Vettel: „Auch danach war es am Anfang sehr träge. Hinten raus haben die anderen aber scheinbar alle langsamer gemacht, denn auf einmal ging es dann besser. Es kam mir vor als hätten wir den Schalter umgelegt.“ Auf vergleichsweise frischeren harten Reifen kam Vettel vorbei an Grosjean und auch Magnussen. Wenige Runden vor Schluss bog der Deutsche dann aber erneut zum Reifenwechsel ab. „Am Ende haben wir dann noch einmal gewechselt, weil ich Bedenken hatte, was die harten Reifen angeht. Das war natürlich eine schwere Entscheidung, weil man erst einmal 20 Sekunden in die Tonne schmeißt und die dann wieder aufholen muss“, so Vettel, der feststellte: „Immerhin das ist uns aber gelungen.“
Spielte Alonso Spielchen?

Vettel (r.) in Austin im Infight mit Ferrari-Star Alonso (l.) - am Ende hatte der Spanier die Nase vorne
Abstimmung ging nicht auf
„Im (kurvigen; d. Red.) ersten Sektor war es so aber schwierig dranzubleiben, weil wir da viel langsamer waren. Das Optimum war das nicht, wenngleich es von der Zeit her natürlich am schnellsten ist“, so Vettel. „Mit mehr Flügel ist man näher am Vordermann dran, mit weniger Flügel dafür auf der Geraden schneller.“ Entscheidender war laut Vettel aber, „dass das Auto am Anfang viel zu nervös war. Ich bin nicht rangekommen und habe mich gefragt, was anders ist. Das ganze Wochenende konnten wir 1:44-er Zeiten fahren und selbst mit geschlossenen Augen noch 1:45-er. Und dann kommen wir im Rennen nicht unter 1:46,5? Das war ein bisschen komisch...“
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