Es ist eine der großen Ikonen der Sportwagen-Welt: Maserati. Die Marke mit dem Dreizack wird 2023 ihr Comeback im Motorsport feiern. Dann steigen die Italiener aus dem Stellantis-Konzern in die Formel E ein.
Stellantis-Motorsportchef Jean-Marc Finot: „Die Formel E soll unser Technologielabor darstellen, um die Entwicklung hocheffizienter elektrifizierter Antriebsstränge und intelligenter Software für unsere Straßensportwagen zu beschleunigen.“
Doch Maserati-Chef Davide Grasso betonte bei der Verkündung des Rennsport-Comebacks auch: „Die Formel E soll unser erster Schritt sein.“ Was also kann da noch kommen?
Davide Grasso CEO Maserati und Alejandro Agag.
Maseratis Renndebüt liegt schon 96 Jahre zurück. Der erste Rennwagen mit dem Dreizack auf der Motorhaube war der Tipo 26, der 1926 bei der Targa Florio sein Debüt feierte und in der Klasse bis 1,5 l mit Alfieri Maserati am Steuer den ersten Platz sicherte.
1957 holte sich Juan Manuel Fangio mit Maserati den F1-Weltmeisterschaftstitel. Das letzte Mal als Einsitzer ging der Maserati 1958 mit Maria Teresa De Filippis ins Rennen, der ersten Frau, die sich an Bord des 250F für einen Großen Preis der Formel 1 beim GP Belgien qualifizierte.
Könnte Maserati in Zukunft ein Comeback in der Königsklasse feiern? Von ABMS konkret auf weitere Rennserien angesprochen fragt Grasso: „Sie meinen die andere Meisterschaft, die von meinem Freund Stefano Domenicali (Formel-1-Boss; d. Red.) geführt wird? Die Zeit wird es zeigen. Die Formel 1 ist die Königsklasse, die wichtigste Meisterschaft für Rennwagen, ein großartiger Wettbewerb. Maserati war da, gewann da die WM mit Juan Manuel Fangio. Die Frage ist also nicht unangebracht, aber derzeit nicht aktuell.“
Noch nicht. 2026 kommen neuen Antriebsregeln. 50 Prozent der Kraft generiert dann ein Elektromotor. Der verbleibende Verbrenner-Anteil wird mit nachhaltigem Sprit befeuert. Standard-Teile und eine Kostengrenze sollen Hersteller in die Königsklasse locken. Audi und Porsche evaluieren derzeit einen Einstieg. 
„Unser nachhaltiges Benzin, das wir parallel zu neuen Hybridmotoren mit einem höheren Elektroanteil einsetzen wollen, kann ihnen (VW; d. Red.) einen zweiten Weg neben der Elektromobilität eröffnen“, hat Formel-1-Boss Domenicali erst kürzlich im Interview mit ABMS gesagt und betont: „Das gilt nicht für die Volkswagen-Gruppe, sondern für jeden Automobilhersteller.“
Die Formel E könnte also tatsächlich nur der erste Schritt für Maserati sein…

Von

Bianca Garloff