Formel 1: Massa über Vettel

„Ferrari war nicht gut genug“

Felipe Massa spricht mit Sky über die Partnerschaft von Sebastian Vettel und Ferrari, die Ende 2020 zu Ende gehen wird. Er gibt Vettel Rückendeckung.
Zwar hat Sebastian Vettel 14 Formel-1-Rennen mit Ferrari gewonnen, trotzdem hat er das große Ziel, mit dem ältesten Rennstall der Welt seinen fünften WM-Titel zu holen, nicht erreicht. Eine Saison lang hat der Deutsche dafür noch Zeit. Dann endet die Partnerschaft.
Felipe Massa fuhr zwischen 2006 und 2013 selbst 139 GP-Rennen für Ferrari und kennt das Team daher so gut wie kaum ein anderer. Nur Michael Schumacher (180) und Kimi Räikkönen (152) saßen in der Formel 1 öfter für Ferrari hinterm Steuer.

Felipe Massa fuhr 139 Rennen für Ferrari

Massa jedenfalls betrachtet Vettel bei Ferrari nicht als gescheitert. „Viele herausragende Fahrer sind für Ferrari angetreten, ohne den Titel zu holen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Italiener seit 2008 ohne Konstrukteurs-Pokal sind, der letzte Fahrer-Weltmeister war Kimi Räikkönen 2007. Seither waren das Auto und das Team einfach nicht gut genug. Fernando Alonso machte 2010 einen grandiosen Job. Aber auch damals war der Fahrer besser als der Wagen“, so Massa zu „Sky“. Welche Fahrer mit Ferrari keinen Erfolg hatten, haben wir HIER zusammengetragen.
Massa weiter: „Dass also Vettel letztlich den Titel verpasst hat, kann man nicht einfach nur dem Fahrer zur Last legen. Er ist so manches fabelhafte Rennen gefahren. Er hat oft gewonnen. Und er hatte seine Stallgefährten meist im Griff. Aber das hat sich 2019 gegen Charles Leclerc geändert. Sebastian geriet intern unter Druck, vielleicht hat das zur Entscheidung von Ferrari geführt.“
Dass Vettel unter das Kapitel einen Schlussstrich zieht, kann Massa nachvollziehen. „Wenn du bei einem Team bleiben willst, dann musst du dir deiner Sache zu 100 Prozent sicher sein“, so der Brasilianer. „Ob er Formel-1-Fahrer bleiben wird, ist eine andere Frage. Ich wäre nicht überrascht, wenn er aufhört. Wenn ihn kein Team überzeugen kann, dann wird er kaum in der Formel 1 bleiben.“

Fotos: Picture Alliance

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