Einen kleinen Seitenhieb gegen den letztjährigen WM-Rivalen kann sich Lewis Hamilton nach Red Bulls spätem Doppelausfall am Sonntag nicht verkneifen. Was seine Lehren aus dem Saisonauftakt seien, wird der Brite in der Pressekonferenz nach dem Bahrain GP gefragt. Hamilton grinst: "Erstens: Wir haben ein zuverlässiges Auto." Dann zeigt der Drittplatzierte mit dem Finger auf die beiden Ferrari-Piloten neben sich: "Zweitens: Sie sind deutlich schneller."
Deutlich schneller als der Mercedes war in Bahrain auch der Red Bull. Doch Vizeweltmeister Hamilton betont: "Natürlich hatten wir Glück, aber unterm Strich haben wir auch den besseren Job (als Red Bull; d. Red.) gemacht, denn wir hatten die bessere Haltbarkeit."
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Vom Ergebnis ist Hamilton allerdings selbst überrascht: "Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich definitiv nicht damit gerechnet, auf dem Podium zu stehen. Wir haben ein ziemliches Performance-Defizit, aber das ist trotzdem ein großartiger Start und ein richtig positives Resultat für uns." Man könnte auch sagen: Schadensbegrenzung.
Hauptsache nicht hinter Red Bull: Hamilton und die Ferrari-Stars

Der Brite weiß am besten, dass eine Weltmeisterschaft über 23 Rennen ein Marathon ist und kein Sprint. "Jeder Punkt kann am Ende den Unterschied machen. Ich habe schon Meisterschaften wegen nur einem Punkt verloren", sagt der siebenfache Champion mit Blick auf 2007, wo er mit einem Zähler Rückstand Vizechampion wurde. Der Nuller für den großen Konkurrenten des Vorjahres kommt deshalb nicht ungelegen.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff stapelt trotzdem tief: "Realistisch braucht man aktuell nicht an Siege denken, wenn man dritte Kraft ist." Team und Auto hätten in allen Bereichen Nachholbedarf: Chassis, Boxenstopps, Motor. Besonders die Antriebseinheit hat der Wiener im Visier: „Wir müssen auf der PU-Seite wirklich nichts unversucht lassen, aber mit Blick auf den Topspeed war heute der Flügel für uns das größte Problem.“ Soll heißen: Mercedes muss mit zu steil eingestellten Flügeln fahren, um genug Abtrieb zu generieren. Ein Problem, das sich nicht von heute auf morgen lösen lässt.
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Dass Mercedes schon kommendes Wochenende in Saudi-Arabien wieder mit der Spitze kämpfen kann, glaubt auch Hamilton nicht. "Das Auto war hier sehr hart zu fahren und wir haben viel Arbeit vor uns. Es wird also keine schnelle Kehrtwende geben."
Was dem Briten aber Hoffnung macht: "Ich weiß, dass wir das beste Team haben. Wir werden so lange arbeiten, bis wir wieder vorne sind. Das konnte man auch schon hier sehen: Alle sind positiv geblieben, niemand war niedergeschlagen. Wir haben zwar noch nicht die Performance der anderen, aber was unsere Prozesse betrifft und wie wir alles aus dem Auto quetschen, haben wir heute mit beiden Autos abgeliefert. Das ist ein wahres Zeichen von Stärke und sehr motivierend."
In Bahrain sah Mercedes Red Bull nur von hinten - bis kurz vor Schluss

Fast so motivierend wie zwei kaputte Red Bulls am Straßenrand...

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Von

Frederik Hackbarth