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Formel 1: Mercedes-Ausstiegsgerüchte

Mercedes bleibt - aber nur vorerst!

Formel-1-Reporter Ralf Bach analysiert die Aussagen von Mercedes-Vorstand Ola Källenius zum Verbleib in der Formel 1.
Am Donnerstag schaute die Formel-1-Welt nach London. Dort trat Daimler-Chef Ola Källenius anlässlich des Kapitalmarkttages öffentlich auf, um Investoren, Aktionären und Belegschaft zu erklären, wie er den finanziell aufgrund des Dieselskandals angeschlagenen Automobilkonzern in Zukunft wieder auf Kurs bringen will.
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Grundtenor: Der Schwede will beim Personal bis 2022 rund 1,4 Milliarden Euro sparen. An einen Ausstieg aus der Formel 1, den wegen der enormen Sparmaßnahmen Teile der Aktionäre und der Belegschaft gefordert haben, denkt Källenius "derzeit" aber nicht.
Der Schwede sagt: "Wir haben die Weltmeisterschaft sechs Mal in Folge gewonnen. Das ist einzigartig und hat sich im Marketing mehr als ausgezahlt.“ Berechnungen hätten ergeben, dass durch die Übertragung der Formel 1 ein Marketingwert von rund einer Milliarde entstehe. Damit sei dies ein sehr lohnendes Investment.
Allein: Källenius ist clever. DERZEIT denke er nicht daran. Soll heißen: 2020 ist Mercedes sicher dabei. Mit eigenem Team und als Motorenhersteller. Danach lässt er indes weiterhin offen, wie die Marketingstrategie des Konzerns die Formel 1 betreffend sein wird.

Daimler-Chef Ola Källenius mit Lewis Hamilton

Grund: Ende 2020 läuft das sogenannte Concorde Agreement aus, das Teams wie Mercedes verpflichtet, im nächsten Jahr noch an den Start zu gehen. Ein Ausstieg hätte eine Konventionalstrafe im dreistelligen Millionenbereich zur Folge. Das will und kann sich Källenius zum momentanen Zeitpunkt nicht leisten.
Ob Mercedes das neue Concorde Agreement, das ab 2021 gilt und eine Teilnahme mit eigenem Team für weitere fünf Jahre verpflichtet, unterschreibt, ist weiterhin unklar.
AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr aus sicherer Quelle: Sollte sich ein Interessent finden, steht das Team zum Verkauf. In Insiderkreisen gilt neben Russlands Chemie-Mogul Nikita Mazepin auch der US-amerikanische Milliardär Roger Penske (82) als Kandidat. Penske hat sich gerade die Rechte der Indycar-Serie und den Kurs in Indianapolis gekauft. Sein Vermögen wird auf 1,6 Milliarden Dollar geschätzt, seine Firma hat große Motorsporttradition.
Mehrmals gewann er mit eigenem Rennstall die 500 Meilen von Indianapolis, 1994 mit Mercedes-Motor. Penske gilt als Vertrauensperson der Mercedes-Führungsriege. 1995 vermittelte er zum Beispiel die Beteiligung von Daimler an McLaren.
Der Amerikaner, dessen Sohn Jay (40) das Dragon-Team in der Formel E besitzt, will jetzt weiter im Motorsport expandieren.
Allerdings: Mit den effizienten Hybridmotoren, die in die von Källenius angesprochenen Zukunftsvisionen passen, soll Mercedes auf jeden Fall in der Königsklasse bleiben. Dazu passt, wie ABMS erfuhr: Mercedes hat ab 2021 neben McLaren, Force India und Williams auch Red Bull Motoren angeboten. Mit eigenem Team oder dem zukünftigen Penske-Team wären das fünf Mannschaften, die Mercedes dann beliefern müsste.
In der Red-Bull-Firmenzentrale ist man deshalb sicher: Mercedes setzt in Zukunft ganz auf Motoren. Die Erklärungen von Källenius hätten dennoch weiter bestand, denn der Mercedes-Motor kann genauso in den weltweiten Übertragungen vermarktet werden wie das Team.

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Autor: Ralf Bach

Fotos: Mercedes

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