Formel 1: Mercedes, Bottas, Russell, Sakhir GP

Formel 1: Mercedes, Bottas, Russell, Sakhir GP

„Wenn er mich schlägt, sieht das nicht gut aus“

George Russell wird beim Sakhir-GP den mit dem Corona-Virus infizierten Lewis Hamilton ersetzen. Das sagen Russell und Bottas dazu.
Für George Russell ist es die Chance seiner Karriere. Er vertritt am Wochenende beim Großen Preis von Sakhir auf dem Outer Circuit in Bahrain den mit dem Coronavirus infizierten Lewis Hamilton. Doch für Valtteri Bottas könnte es zum Alptraum werden – sollte er von Russell geschlagen werden. Ist sogar Bottas‘ Karriere in Gefahr?
Die Chance Russells Rennfahrer-Lebens: Hier klicken
Bottas gibt zu: „Ich habe darüber in diesem Kontext noch gar nicht nachgedacht. Aber ja: Wenn er mich schlägt, würde das kein gutes Licht auf mich werfen.“ Der Finne fügt an: „Als Rennfahrer willst du jeden Fahrer schlagen – egal ob er Lewis Hamilton oder George Russell heißt.“
Russell erhielt Anruf im Badezimmer
Tipps wird er seinem 22-jährigen Ersatz-Teamkollegen aber nicht geben. „Die braucht er nicht. Er kennt die Formel 1, er kennt das Team. Natürlich ist es ein anderes Auto und er muss viel lernen, aber das Team ist groß und professionell, die werden ihn schnell auf Tempo bringen.“

George Russell

©Mercedes

George Russell selbst freut sich auf seine Herausforderung, erwartet sich aber nicht allzu viel: „Ich habe weder Erwartungen noch Ziele. Ich will rausfahren, es genießen und vom Freitag an schnell und viel lernen sowie mein Bestes geben. Es wird keine leichte Aufgabe. Bei Williams habe ich zwei Jahre imselben Auto gesessen, mit denselben Ingenieuren und Mechanikern gearbeitet.“
Auch Russell glaubt nicht, dass seine Leistungen seine unmittelbare Zukunft 2021 beeinflussen werden. „Ein einziges Rennen spiegelt nicht die Qualität eines Fahrers wider“, so der Brite. Allein: „Ich will viel lernen. Wenn ich in Abu Dhabi wieder fahren darf, wäre es definitiv einfacher für mich.“
Komplizierter Deal
Den entscheidenden Anruf von Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat Russell im Badezimmer erhalten. „Ja, ich war im Badezimmer. Danach waren es hektische 48 Stunden. Es brauchte wirklich viel Anstrengung, den Deal auszuarbeiten und ich bin Williams auch dankbar, dass sie mir die Chance geben. Es musste auch alles sehr schnell gehen.“
Die Entscheidung zog einen großen Rattenschwanz nach sich: Russell wurde bei Williams durch Jack Aitken ersetzt. Aber auch Aitken musste in seinem Formel-2-Team Campos vertreten werden. Diese Aufgabe erfüllt nun der Schweizer Ralph Boschung.

Fotos: Mercedes

Stichworte:

F1 Mercedes

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.