Die besten Bilder aus Abu Dhabi

Formel 1: Mercedes dominiert Training

Bottas kollidiert mit Grosjean

Valtteri Bottas ist auch im zweiten Training vorne, leistet sich aber einen Crash mit Romain Grosjean. Mercedes mit starker Pace in Abu Dhabi - alle Infos:
Kollisionen in der Formel 1 sieht man eigentlich nur im Rennen am Sonntag: Valtteri Bottas und Romain Grosjean legen sich aber schon im Abu-Dhabi-Training am Freitag miteinander an - und übertreiben es dabei gewaltig (die Szene unten im Video).
Alle Zeiten und Zahlen hier: Ergebnisse im Überblick
In Kurve elf versucht Bottas mit einem späten Manöver Grosjean zu überholen. Der Haas-Pilot aber lenkt ein und es knallt. "Was zur Hölle war das denn?!", flucht Grosjean am Funk. Bottas kontert: "Er hat einfach eingelenkt und keinen Platz gelassen."

Ungeschickt: Bottas und Grosjean geraten aneinander

Teamkollege Lewis Hamilton erkundigt sich nach Passieren der Unfallstelle am Funk, mit wem Bottas gecrasht ist und spottet dann in Bezug auf die für ihren riskanten Fahrstil bekannten Haas-Piloten: "Das hätte ich auch erraten können..."
Die Stewards sehen die Schuld allerdings bei Bottas, brummen dem Finnen nach dem Training eine Verwarnung auf.
Auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff erklärt: "Valtteri kam von weit hinten, deshalb nehme ich den Hauptteil der Schuld auf uns. Wir waren schneller, Valtteri dachte wohl, Grosjean realisiert das auch und lässt die Tür offen." Wolff weiter: "Es war unglücklich, der Schaden am Haas und bei uns ist groß."
Obwohl beide Autos noch an die Box humpeln können, kommt wegen der vielen Trümmerteile nach dem Crash die rote Flagge raus - und ruiniert damit auch die Rennsimulationen der übrigen Teams.
Bei den Longruns hat bis dato Mercedes die Nase vorne: Hamilton kommt über fünf Runden auf Medium-Reifen im Schnitt auf 1:42,6-er Zeiten. Teamkollege Bottas ist zwar 0,6 Sekunden langsamer, dreht aber auch drei Runden mehr.

Bei der Rennpace kann keiner mit Mercedes mithalten

Zum Vergleich: Max Verstappen im Red Bull verliert auf Hamilton bei ebenfalls fünf gedrehten Umläufen im Schnitt eine halbe Sekunde pro Runde. Bei Ferrari lesen sich die Longruns, auch bedingt durch die vorzeitige Unterbrechung, noch schlechter: 0,6 Sekunden beträgt der Rückstand in der offiziellen Hochrechnung der Formel 1 (siehe Grafik rechts). Klar ist aber ohnehin: Mercedes ist das dominierende Team in Abu Dhabi.
Auch über eine schnelle Runde kann den Silberpfeilen keiner das Wasser reichen. Wie schon im ersten Training ist Bottas auch am Abend unter Flutlicht Schnellster. In den Kampf um die Pole kann der Finne wegen einer Motorstrafe zwar nicht eingreifen, mit einer Zeit von 1:36.256 Minuten auf weichen Reifen ist er trotzdem 0,310 Sekunden schneller als Teamkollege Hamilton.
Nur 0,076 Sekunden dahinter sortiert sich Charles Leclerc im Ferrari ein. Teamkollege Sebastian Vettel wird Vierter, ein halbes Zehntel hinter Leclerc und gute vier hinter der Bestzeit. Kurve 19 bleibt indes Ferraris Problemstelle: dort, wo sich Vettel gegen Ende der ersten Session gedreht hatte, erwischt er diesmal Leclerc. Er küsst die Mauer unsanft und ruiniert sich dabei einen Reifensatz.
Nur dritte Kraft ist in Abu Dhabi das Siegerteam aus Brasilien, Red Bull: Verstappen landet vor Stallgefährte Alex Albon auf Rang fünf, sagt: "Wir haben noch Arbeit vor uns. Das Auto war nicht schlecht, aber ganz glücklich bin ich noch nicht." Der Deutsche Nico Hülkenberg beendet den ersten Tag beim Formel-1-Finale im Renault auf Platz 15.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1 TV

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