Nico Rosberg antwortet in seinen Videoblogs gerne nur mit Gesten. Auf die Frage, wie er seine Zeit bis Abu Dhabi verbringe, imitiert er eine Yoga-Pose. Soll heißen: cool bleiben bis zum Finale! Der Deutsche weiß aber auch: „Abu Dhabi wird ein schweres Wochenende. Ich muss sowieso gewinnen und brauche dann noch Schützenhilfe, vielleicht von einem Williams.“ Auf den langen Geraden des Wüstenkurses dürften Felipe Massa und Valtteri Bottas in der Tat gute Chancen haben auf einen Podestplatz.

Wolff verspricht bestes Material

Rosberg
In Yoga-Pose zum Titel? Rosberg zeigt sich vor dem WM-Finale in Abu Dhabi extrem entspannt
Auf einen technischen Defekt seines Teamkollegen Lewis Hamilton kann Rosberg nicht bauen. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verspricht: „Wir werden die Autos so gut wie möglich vorbereiten, um jeden technischen Gremlin für Abu Dhabi auszuschließen.“ Beide Piloten bekommen deshalb gleichwertige Teile mit geringer Laufleistung. Wolff: „Ich wünsche mir ein sauberes letztes Rennen mit einem großen Fight. Wer von den beiden es auch immer wird, ist für mich ein würdiger Weltmeister.“

Wurz sieht Hamiltons Schwachstelle

Lewis Hamilton strotzt indes weiter vor Selbstbewusstsein: „Ich gehe in dieses Rennen wie in jedes andere auch“, sagt er. „Ich will gewinnen und habe nie darüber nachgedacht, den Titel nicht zu holen. In Brasilien habe ich einen Fehler gemacht. Das ist für mich aber abgehakt.“ Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz sieht im übergroßen Selbstbewusstsein des Briten allerdings seine größte Schwäche. Wurz zu ABMS: „Immer wenn Lewis glaubt unschlagbar zu sein, neigt er zu Fehlern.“ Und genau diese braucht Nico Rosberg am nächsten Sonntag ganz dringend...

Von

Bianca Garloff