Formel 1 2021: Die neuen Autos

Formel 1: Mercedes F1 W12, Rennwagen, Hamilton

Mercedes gibt dem F1 W12 mehr von AMG

Mercedes präsentiert den neuen Mercedes AMG F1 W12 E Performance. Ist das der nächste Weltmeister-Rennwagen?
Dürfen wir vorstellen? Der Mercedes AMG F1 W12 E Performance. Dieses Auto jagt den achten Konstrukteurs-Titel in Folge – das wäre neuer Rekord!
Angriffslustig ist dabei schon die Lackierung. Der neue F1 W12 ist weiterhin schwarz. Auffällig allerdings: Statt der üblichen Mercedes-Sterne ist die Motorabdeckung jetzt voller AMG-Logos. Ein Bekenntnis zur Daimler-Tochter, die in der aktuellen Formel-1-Saison in den Vordergrund gerückt werden soll. „'E Performance' ist die neue Technologiebezeichnung, die in den Produktnamen und Plaketten aller zukünftigen Mercedes-AMG Hybridfahrzeuge Verwendung finden wird", verkündet Mercedes. "Der W12 ist unser erstes Formel-1-Auto, das den Begriff 'E Performance' im Namen trägt.“ 
Auch der rote Ineos-Anteil wurde erhöht. Grund: Der Chemiekonzern hält inzwischen ein Drittel der Teamanteile – und will als Teambesitzer weiter siegen.
“Unsere Skepsis und unserer Hunger treiben und spornen uns vor jeder Saison neu an”, hat auch Teamchef Toto Wolff nichts von seiner Immer-weiter-Mentalität verloren. “Denn wir fangen alle wieder bei null an und können immer noch mehr Performance nachlegen. Das macht es so spannend.”

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Ganz von null beginnt Mercedes freilich nicht: Der F1 W12 basiert auf dem Vorgängermodell. Doch man hat nach eigener Aussage viel an der Aerodynamik gearbeitet (unter anderem an der Aufhängung), am Kühlsystem sowie an der Power Unit.

Innovationen am Antriebsstrang

“Wir haben im letztes Jahr einige Designprobleme festgestellt, an denen wir gearbeitet haben, um sie mit einigen Veränderungen anzugehen”, verrät Motorchef Hywel Thomas. “Gleichzeitig haben wir auch einige komplett neue Innovationen, die zum ersten Mal in einer Renn-Power-Unit zum Einsatz kommen werden.”

Der neue Mercedes-AMG F1 W12 E Performance

©Mercedes

Viele Experten erwarten, dass Mercedes auch 2021 wieder die Messlatte ist. Toto Wolff gibt zu: „Die Basis sollte schon da sein, dass wir weiter gewinnen können.“ Dazu kommt: Das Chassis, also die mechanischen Komponenten, wurde weitestgehend eingefroren. Da sind also nur Detailanpassungen möglich.
Trotzdem wird die Saison 2021 kein Selbstläufer. Mercedes könnte durch das neue Reglement eingebremst werden. Denn die Regeln schreiben vier Änderungen vor, durch die der Anpressdruck um zehn Prozent verringert werden soll. Die Schlitze am Unterboden verschwinden, die vertikalen Strömungsrichter am Unterboden werden um vier Zentimeter gestutzt, die hintere Bremsbelüftung um vier Zentimeter schmaler.

Mercedes ohne DAS

Die größte Änderung wird ein dreieckiger Einschnitt des Unterbodens im Bereich der Hinterradaufhängung. Sie könnte Mercedes schwerer treffen als den Kontrahenten Red Bull. Wolff erklärt: „Mit einem weniger angestellten Auto hat dieses Rausschneiden des Unterbodens einen größeren Impact als für Autos, die mit viel Anstellwinkel fahren.“ Mercedes ist im Heck seit jeher wenig angestellt, Red Bull traditionell sehr stark.

Mercedes macht Geheimnis um Unterboden

Allein: Wie Mercedes auf den Abtriebsverlust reagiert, daraus macht das Team ein Geheimnis. Technikchef James Allison: „Im Bereich des Unterbodens haben wir eine aerodynamische Idee, die wir aber der Welt und damit der Konkurrenz noch nicht zeigen wollen, damit sie die Idee nicht einfach klauen.“

Mercedes neue W12 in der Seitenansicht

©Mercedes

Ist Mercedes der Konkurrenz damit schon wieder einen Schritt voraus? Das müssen sie, denn das Weltmeisterteam musste das DAS-System ausbauen (Dual Axis Steering). Damit konnten die Fahrer durch Ziehen und Drücken am Lenkrad die Spur der Räder verstellen und somit die Reifen besser auf Temperatur bringen. Doch 2021 ist das System verboten. Es entspricht nicht dem Geist des Reglements.

Mercedes darf weniger entwickeln als die anderen

Auch bei der Aerodynamik wird Mercedes' Vorwärtsdrang gedrosselt. Seit 2021 gilt ein Entwicklungs-Handicap. Je besser ein Team in der Konstrukteurs-WM, desto weniger Windkanalzeit bekommt es. Mercedes hat 2021 nur 360 Windkanalstunden, Williams dagegen 450, also 90 mehr. Weil die meisten Teams den Fokus aber auf 2022 legen, wenn komplett neue Autos kommen, könnte sich dieser Nachteil für Mercedes auch erst 2022 auswirken.

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Eine weitere Änderung trifft das Weltmeisterteam noch härter: 2021 dürfen die Mannschaften nur 145 Millionen Euro ausgeben. Das gilt zwar für alle Teams, aber weil Ferrari und Mercedes mit einem Budget von über 400 Millionen Euro bisher am meisten Geld verprasst haben, müssen sie auch am meisten sparen. Das heißt auch: Prozesse und Arbeitsabläufe müssen verschlankt werden.

Mercedes mit neuem Mitbesitzer

Die Teamstruktur bleibt: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas sitzen erneut in den Silberpfeilen, Toto Wolff als Teamchef am Kommandostand. Allerdings hält Mercedes nur noch ein Drittel der Teamanteile. Die restlichen gehören – ebenfalls zu jeweils einem Drittel – Toto Wolff und dem Chemiekonzern Ineos.
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Das sagt Hamilton übers neue Auto

Nach zähen Verhandlungen wird Lewis Hamilton 2021 seinen achten Titel jagen. Zu seinem neuen Dienstwagen sagt er: “Es ist fantastisch, der Welt das Ergebnis all der harten Arbeit in den Werken zu zeigen und einige meiner Teamkollegen persönlich zu treffen, was im Laufe des vergangenen Jahres nur selten vorkam. Ich stand auch über den Winter mit meinen Ingenieuren in Kontakt, habe mich über ihre Vorbereitungen informiert und mich selbst auf die anstehende Saison vorbereitet.”

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Fotos: Mercedes

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