Formel 1: Mercedes kauft BrawnGP
Mercedes übernimmt BrawnGP

Der deutsche Autobauer Mercedes kauft sich für ca. 75 Millionen Euro bei BrawnGP ein und übernimmt damit drei Viertel der Anteile. McLaren wird Kundenteam. Nico Rosberg hat nach ABMS-Informationen ein Cockpit sicher.
AUTO BILD MOTORSPORT-Leser wissen es schon seit mehreren Wochen. Jetzt ist es offiziell. Mercedes wird in der kommenden Formel-1-Saison mit einem eigenen Werksteam an den Start gehen. Nach Informationen von autobildmotorsport.de überweisen die Schwaben dafür rund 75 Millionen Euro an die Weltmeistermannschaft von BrawnGP und erhalten im Gegenzug 45,1 Prozent der Anteile. Das Team wird Mercedes GP heißen und mit einer silbernen Lackierung an den Start gehen. Weitere 30 Prozent übernimmt der Daimler-Anteilseigner "Aabar Investment" aus Abu Dhabi für rund 50 Millionen Euro. Die restlichen 24,9 Prozent bleiben in den Händen von Ross Brawn und Nick Fry. Weltmeister Brawn bleibt außerdem Teamchef. Norbert Haug sitzt als Mercedes-Motorsportchef fortan am Brawn-Kommandostand. Damit gehen die Stuttgarter erstmals nach 1955 wieder als Mehrheitseigner eines Formel-1-Teams an den Start. Und das auch gleich mit einem deutschen Fahrer! Denn nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT wird Nico Rosberg Mercedes neuer Starpilot. Damit avanciert der in Wiesbaden geborene Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg zum ersten deutschen Mercedes-Werksfahrer in der Formel 1 seit Hans Herrmann und Karl Kling 1955. Bei einem Sieg von Mercedes GP wird die deutsche Hymne gespielt.
McLaren kauft die Mercedes-Anteile innerhalb von zwei Jahren zurück

Bild: xpb.cc
Das zweite Cockpit im neuen Mercedes-Werksteam ist noch nicht besetzt

Bild: xpb.cc
Kein Triebwerk für Vettel
Auch für Sebastian Vettels Red Bull-Team bedeutet die Trennung von McLaren weiterhin keine Lösung in der Motorenfrage. "Ausgehend von der ehemaligen McLaren-Exklusivität unterliegen wir in den kommenden drei Jahren gewissen Restriktionen, was die Lieferung von Motoren an andere Teams wie Red Bull betrifft", gibt Zetsche zu. Damit stehen für die Österreicher weiter nur Triebwerke von Renault und Cosworth zur Auswahl. Wunschpartner Mercedes bleibt tabu.
Mercedes' Formel-1-Geschichte beginnt in der 50er Jahren

Bild: xpb.cc
Konstrukteurstitel.
Service-Links
