Das war die nächste Mercedes-Show in Barcelona... Weltmeister Lewis Hamilton gewinnt den Großen Preis von Spanien vor seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas. Ein schönes Abschiedsgeschenk für Daimler-Vorstand Dieter Zetsche, der in seiner Funktion zum letzten Mal ein Formel-1-Rennen besucht und mit aufs Podium darf, wo ihn seine Fahrer auf die Schultern heben.
Die Silberpfeile holen den fünften Doppelerfolg im fünften Rennen. Das hat zum Saisonstart vor Mercedes noch kein Team geschafft. Dritter wird am Sonntag Red Bull-Pilot Max Verstappen, der auch davon profitiert, dass man sich bei Ferrari mal wieder nicht einig ist.
Alle Ergebnisse im Überblick: Resultate vom Spanien GP
Viel los ist schon am Start: Pole-Mann Bottas kommt schlecht weg, Vettel und Hamilton brausen besser los. Im Parallelflug rasen die drei auf die erste Kurve zu. Vettel verbremst sich und irritiert auch Bottas, der im Sandwich aus Vettel und Hamilton fast seinen Mercedes verliert. 
Später erklärt Bottas: „Ich habe das Rennen schon am Start verloren. Ich hatte eine komische Vibration auf der Kupplung, die zuvor noch nie aufgetreten ist. Ich bin gespannt, was da los war.“

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Hamilton profitiert und biegt als Erster in Kurve zwei, auch Verstappen kann an Vettel vorbeiziehen. Der Deutsche meldet auf Rang vier vor Teamkollege Leclerc anschließend einen „leichten Bremsplatten“ und Vibrationen.
In Runde acht läuft Leclerc auf Vettel auf, setzt sogar zum Überholmanöver an. Doch Vettel wehrt sich. Bis Runde 13. Da fährt der Deutsche auf Start-Ziel nach einem Team-Befehl von der Ideallinie und lässt den Monegassen vorbei. Der bedankt sich auf Anhieb mit einer extrem schnellen Runde und macht Jagd auf Verstappen.
Sky-Experte Ralf Schumacher kritisiert: „Ein Unding, diese Entscheidung hat Ferrari viel zu spät getroffen. Da sollte man mal über die Position desjenigen nachdenken, der die Strategie am Kommandostand macht.“
Mercedes
Abschied: Bottas und Hamilton schultern Dr. Zetsche!
Vettel fleht indes am Funk: „Holt mich rein.“ Allein im zweiten Sektor verliert er jetzt sieben Zehntelsekunden auf seinen Teamkollegen. Trotzdem muss er zunächst weiterfahren, fragt deshalb verzweifelt: „Haben wir eine Lücke? Wenn nicht, findet eine! Ich muss rein“
In Runde 20 hat Ferrari ein Einsehen und wechselt Vettels Reifen – allerdings klemmt die Radmutter kurz hinten links. Vettel steht 4,4 Sekunden. Immerhin: Danach fährt er die zwischenzeitlich schnellste Rennrunde, ist jetzt richtig flott unterwegs.
Runde 26: Leclerc bekommt neue Gummis, doch während Vettel mit Medium fährt, zieht Ferrari bei Leclerc harte Pneus auf. Auch hier klemmt’s hinten links. Leclerc kommt knapp vor Vettel raus, offenbar aber auf einer anderen Strategie.
Ferrari am Podium vorbei: Viele Fragezeichen bei der Scuderia
Einen Umlauf später wird auch Bottas abgefertigt, eine weitere Runde danach Hamilton. An der Spitze ändert sich dadurch nichts. Der Brite führt mit zehn Sekunden Vorsprung auf den Finnen. Verstappen ist mit zwölf Sekunden Rückstand Dritter.
Dahinter entwickelt sich ein heißes Duell zwischen Vettel und Leclerc. In Runde 33 fährt Vettel seinem Teamkollegen Ende Start-Ziel fast hinten rein. Kommentar Ralf Schumacher: „Da sieht man, dass die beiden sich überhaupt nicht grün sind. Und Seb macht sich beim Hinterherfahren definitiv die Reifen kaputt.“
In Runde 36 endlich die Entscheidung: Leclerc lässt Vettel vorbei. 
In Runde 41 kommt der Deutsche zum zweiten Stopp. Diesmal geht alles gut. Vettel hat Verstappen im Visier, liegt sechs Sekunden hinter dem Red Bull.
Runde 46: Stroll und Norris rammen sich von der Piste und schreiben das Rennen neu: Safetycar. Hamilton und Leclerc stoppen. Bottas war vorher schon drin.
Der WM-Stand nach dem Spanien GP: Hier im Überblick
Reihenfolge vorm Restart: Hamilton, Bottas (beide auf frischen weichen Reifen), Verstappen (Medium), Vettel (Medium), Leclerc (neue Medium). Doch Hamilton macht kurzen Prozess, hat nach einer Runde schon zwei Sekunden Vorsprung auf Bottas, fährt zweimal in Folge die schnellste Rennrunde. Dahinter bleibt die Reihenfolge gleich. Gasly will Leclerc attackieren, doch der macht die Tür zu.
Ferrari bekommt die nächste Mercedes-Klatsche: Hamilton siegt vor Bottas und Verstappen. Vettel kann den Holländer nicht mehr angreifen, läuft aber auch keine Gefahr von Leclerc kassiert zu werden. Der Monegasse kann Vettels Speed auf gleichen Reifen nicht ganz mitgehen.