Formel 1 - China GP: Die besten Bilder

Mercedes zeigt Ferrari Grenzen auf

Zielstrich wird Bottas zum Verhängnis

Lewis Hamilton gewinnt den China GP gegen Valtteri Bottas schon auf den ersten Metern. Kurios: Dem Finnen wird die Start-Ziellinie zum Verhängnis.
Mercedes feiert im dritten Rennen der Saison den dritten Doppelsieg. Das gab es in der Formel 1 zuletzt 1992 für das damals überlegene Williams-Team. Einer bei den Silberpfeile ist am Sonntag in Shanghai aber trotzdem nicht glücklich: Valtteri Bottas. Der Pole-Mann hadert mit seinem verpatzten Start.
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"Für mich lief es heute enttäuschend. Das Problem begann schon in der Aufwärmrunde. Vor meiner Startbox war eine dicke weiße Linie (die Start- und Ziellinie; d. Red.), bereits beim Vorstart hatte ich dort durchdrehende Räder", erklärt Bottas. Die Hoffnungen des Finnen, dass es mit aufgewärmten Reifen beim Rennstart besser wird, erfüllen sich nicht. "Ich hatte wieder Wheelspin, dadurch habe ich zu viel Zeit und entscheidende Meter verloren. Da hat mich Lewis gekriegt."
Bitter für Bottas: Seine starke Pole vom Samstag wird ihm damit zum Verhängnis. Eine Chance zum Konter bietet sich dem bis dato WM-Führenden nicht mehr. "Im ersten Stint war unsere Pace gleich, aber mit der schmutzigen Luft hinter Lewis konnte ich ihm nicht folgen", sagt Bottas.

Erst einmal in Führung, hatte Hamilton leichtes Spiel

Auch Hamilton, der nach dem Sieg nun sechs Punkte vor seinem Teamkollegen die WM anführt, räumt ein: "Der Start hat heute den Unterschied gemacht. Danach war das Rennen eigentlich schon Geschichte. Als ich erstmal vorne war, hatte ich die Kontrolle."
Extralob gibt es dafür von Ex-Rivale Nico Rosberg. "Im Training ist er noch etwas demotiviert. Wenn's aber drauf ankommt, kommt Lewis zurück und haut einen raus", zeigt sich der Deutsche beeindruckt.
Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff rollt Hamilton den roten Teppich aus, sagt bei RTL: "Lewis hängt sich derzeit voll rein, ist auch der letzte in den Meetings, will verstehen, wie die Reifen funktionieren." In Shanghai macht Hamilton so im Rennen zu jeder Zeit einen souveränen und ungefährdeten Eindruck. Mercedes' allgemeine Überlegenheit in China kann sich Wolff aber selbst nicht so ganz erklären.
"Gerade unser Tempo am Freitag in den Longruns war nicht so berauschend. Da hätte ich kein Geld drauf gesetzt, dass wir am Sonntag dermaßen die Pace diktieren", sagt der Wiener. Allein: "Ich bin noch immer davon überzeugt, dass Ferrari in der Kombination Motorleistung und Luftwiderstand das bessere Auto hat", betont Wolff - und fordert: "Gerade an der Power-Front dürfen wir deshalb jetzt keinen Stein unumgedreht lassen."
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Wolff weiß aber auch, dass viel Power und wenig Abtrieb nicht alles ist: "Im Rennen ist Ferraris Topspeed vielleicht gar kein Vorteil, weil du mehr rutscht." Experte Johnny Herbert erklärt: "Alle sind hier her gekommen und dachten, Ferrari macht die Konkurrenz mit ihrer Höchstgeschwindigkeit nass. Aber das ist nicht passiert. Sie müssen jetzt zulegen - den Speed haben sie zwar, aber sie müssen auch die Aerodynamik zum Funktionieren bringen, so wie Mercedes."

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Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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