Eigentlich sollen sich die Formel-1-Stars in der Sommerpause erholen. Doch Mick Schumacher (23) plagen Zukunftssorgen. Sein Team Haas hat die Verhandlungen über einen neuen Vertrag vorerst vertagt. Teamchef Günther Steiner will sich erst noch ein Bild machen, wie sich der Sohn von Michael Schumacher unter Druck weiterentwickelt.
Im schlimmsten Fall droht Schumi Junior ein Jahr ohne Formel 1. Das dürfe nicht passieren, warnt die deutsche Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck. „Er muss dabei bleiben, sich zeigen und Zeichen setzen, wie er es in diesem Jahr bereits getan hat“, sagt Stuck bei Eurosport und warnt: „Aber ein Jahr nicht in der Formel 1 zu fahren, wäre tödlich.“
Für den einstigen Formel-1- und DTM-Fahrer wäre es ohnehin nicht nachvollziehbar, sollte Schumacher kein Cockpit finden. Stuck: „Er hat sein Können in dieser Saison unter Beweis gestellt. … (Ich)m würde ich nicht verstehen, wenn Haas da einen Zirkus veranstaltet. Denn die werden keinen Besseren bekommen.“
Der Druck auf Mick Schumacher bleibt hoch.

Stuck ist besonders beeindruckt von den beiden Punkte-Fahrten in Silverstone und Spielberg. „Mick zeigt einwandfreie Leistungen, das sehen die Verantwortlichen“, betont der ehemalige DMSB-Präsident. „Zudem bringt er einen super Namen mit. Ein Team, das einen jungen Fahrer sucht, kann nichts Besseres tun, als einen Mick Schumacher zu verpflichten.“
Ob Haas-Teamchef Günther Steiner das auch so sieht?
Fest steht: Die Streitigkeiten nach Schumachers Unfall in Monaco haben Spuren hinterlassen. Der Südtiroler warf den Medien und auch Schumachers Onkel Ralf Schumacher vor, sie würden das Team spalten wollen. Zuvor hatte er seinen Piloten heftig für die Fahrfehler kritisiert. Die Emotionen schlugen hohe Wellen.
Auch zuletzt zeigte sich Steiner hart: „Ich weiß ehrlich nicht, was Mick bisher erreicht hat und wir haben mit Mick noch nicht über einen Platz für nächstes Jahr gesprochen“, so der Haas-Boss bei RacingNews365. „Wir wollen sehen, was passiert.“

Von

Bianca Garloff