Formel 1 nach dem Jubiläum

Sieht so die Formel 1 beim 2000. GP aus?

Die ersten 1000 Formel-1-Rennen sind vorbei. Jetzt beginnt der Weg zum 2000. Grand Prix. Aber wie sieht die Formel 1 dann aus? 
Mit dem Formel-1-Rennen in Baku am Wochenende steht Grand Prix Nummer 1001 auf dem Programm. Es ist der erste auf dem Weg zum 2000. Grand Prix. Der wird – wegen der größeren Anzahl an Rennen pro Saison (derzeit sind es 21, bis zum 1000. Rennen waren es im Schnitt etwa 14 pro Jahr) – auch schneller kommen als das 1000. Rennen. In 40 bis 46 Jahren wird es soweit sein, also irgendwann in den 2060er Jahren.
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Allein: „Ich hoffe, sie haben dann noch genauso viel Spaß wie wir jetzt. Denn es ändert sich doch alles sehr massiv“, gibt Force India-Pilot Sergio Pérez zu bedenken.

Das ist das Auto-Konzept von McLaren für die Saison 2050.

Vor allem wird es darauf ankommen, auf wie viel Technik die Formel 1 setzen will. Sie war immer ein wichtiger Bestandteil des Motorsports. Doch das galt vor allem, als technische Errungenschaften schnellere, sicherere und zuverlässigere Autos bedeuteten. 
Doch ein perfekter Sport ist schlecht. Ihm fehlen die Emotionen, weil er berechenbarer ist. Die Formel 1 könnte daher mittel- bis langfristig die Technik in den Hintergrund und den Sportler in den Vordergrund rücken. Das würde Dominanzen, wie sie im 21. Jahrhundert normal sind, deutlich erschweren. 
Formel-1-Autos sind immer dann beeindruckend, wenn sie schnell fahren und spektakulär aussehen. Das geht aber auch mit einer erhöhten Anzahl an Einheitsbauteilen. Das wäre auch gut für die Kosten. Das wird die zweite große Herausforderung. Mit zehn Teams gibt es nur noch halb so viele wie vor 20 Jahren.
Schlimmer noch: Neueinsteiger sind nicht in Sicht. Das macht die Formel-1-Struktur fragil. Was ist, wenn zum Beispiel Red Bull oder Mercedes plötzlich aussteigt? Oder sich die Schlinge um Privatteams wie Williams immer enger zieht? 
Die dritte große Herausforderung: die Begeisterung für den Sport. Das Auto verliert zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz und Akzeptanz. Darunter könnte auch der Motorsport leiden.
Wenn die Formel 1 diese drei Herausforderungen meistert, wird sie auch den 2000. Grand Prix erleben. Und sie wird schneller, spektakulärer und besser sein als heute. Vielleicht mit Elektroantrieb, vielleicht mit Loopings und Induktionsschleifen oder Solarzellen zum permanenten Wiederaufladen. Aber eines wird sich nie ändern: der Kampf Rad an Rad.
Auch McLaren hat sich Gedanken gemacht, wie die Formel 1 im Jahr 2050 aussehen könnte. Das Ergebnis präsentieren wir in der Bildergalerie.
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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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