Formel 1: Nach Verstappen-Verlängerung
Wechselt Ricciardo zu McLaren?

Daniel Ricciardo ist 2018 die Königsfigur auf dem Fahrermarkt. Red Bull will ihn halten, er schaut sich um. ABMS analysiert: Wie geht es mit Ricciardo weiter?
Bild: Picture-Alliance / Hamilton Instagram
- Frederik Hackbarth
Mit Shootingstar Max Verstappen hat Red Bull den Kontrakt gerade erst bis 2020 verlängert. Das Arbeitspapier von Daniel Ricciardo läuft aber Ende 2018 aus. Red-Bull-Berater Helmut Marko sagt zu ABMS: „Wir wollen auch Daniel behalten. Er und Max sind ein gutes Team, treiben sich gegenseitig an.“ Der Österreicher stellt bei Sky aber auch klar: „Daniel wollte sich jetzt bewusst auf den Markt werfen, schaut sich um. Max haben wir schon festgemacht, jetzt reden wir als nächstes mit ihm.“

Wie lange bleiben 'Mad Max' und 'Danny Ric' Kollegen?
Dass Shootingstar Verstappen bisweilen mehr im Rampenlicht steht, wurmt Ricciardo nicht. „Max kriegt in den Medien mehr Aufmerksamkeit - sicher zurecht, weil er für sein Alter viele Rekord gebrochen hat. Was aber die Arbeit im Team, neue Teile am Auto, etc. angeht, herrscht vollkommene Gleichberechtigung. Deswegen habe ich auch kein Problem damit.“ Zur Vertragsverlängerung seines Teamkollegen sagt er kühl: „Das hat mit mir nicht viel zu tun.“ Und trotzdem schaut sich Ricciardo nach Alternativen um...
ABMS bewertet Ricciardos Wechseloptionen:
Option eins: Ferrari. Dort schwingt Sebastian Vettel das Zepter und spätestens seit der Vertragsverlängerung des Deutschen bis 2020 scheinen die Türen in Maranello verschlossen. Der Australier ist der einzige Teamkollege, der Vettel je schlagen konnte (2014 bei Red Bull). Obwohl sich Vettel und Ricciardo abseits der Piste gut verstehen und gerne ihre Späße treiben, ist es unwahrscheinlich, dass der Heppenheimer einem Wechsel zustimmt.

Außerhalb des Autos ist die Beziehung zu Vettel prima
Option zwei: Mercedes. Auch mit Silberpfeil-Superstar Lewis Hamilton kommt Ricciardo gut aus. Der Brite sagt über den Australier sogar: „Von seiner Art, seinem Auftreten und seinem Humor ist er derjenige im Fahrerlager, der mir irgendwie am nächsten ist.“ Das Problem: Zwar hat Mercedes' Nummer zwei Valtteri Bottas nur einen Vertrag für 2018, von hinten drängen aber schon die Junioren wie Esteban Ocon, Pascal Wehrlein und GP3-Meister George Russell.

Zuletzt in Japan spielte Ricciardo mit Hamiltons Handy
Option drei ist also McLaren! Das Krisenteam der letzten Jahre ist nach der Trennung von Honda gerade wieder im Aufwind, will ab 2018 mit Renault-Motoren die Spitzenteams angreifen. Interessant: Eben jene Renault-Treibwerke wird Red Bull zur Saison 2019 wohl nicht mehr haben - als Alternative steht Honda im Raum, B-Team Toro Rosso muss dafür nächstes Jahr als Testträger herhalten. Ob Red Bull nach 2018 also WM-reif ist, steht in den Sternen.

Ist McLaren wirklich eine Alternative für Ricciardo?
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