Hockenheim hat 58.000 Tickets für den Rennsonntag bereits verkauft und rechnet mit 65.000 Fans. Das ist weniger als letztes Jahr (73.000), aber da kam Sebastian Vettel auch als Tabellenführer zum deutschen Grand Prix.
12 deutsche Nachwuchsfahrer: Wer schafft den Sprung in die F1?
Trotzdem: 2020 wird voraussichtlich das vorerst letzte Formel-1-Rennen in Deutschland steigen. Dazu kommt: Mit Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg sind nur noch zwei Deutsche mit von der Partie. 2010 waren es noch sieben. Und es sind nicht viele deutsche Nachwuchshoffnungen, die da von unten nachrücken könnten.
Nico Hülkenberg sieht trotzdem keine Formel-1-Müdigkeit in Deutschland: „Die Leute sind nach wie vor interessiert. Wir sind eine Autonation, wir lieben Autos. Mal ist das Interesse größer, mal weniger. Aber wir haben eine riesige Geschichte im Rennsport. Dass es ein bisschen auf und ab geht ist ganz normal."
Vettel
Mick Schumacher braucht noch Zeit
Sebastian Vettel pflichtet ihm bei: „Es gab eine Zeit, da waren wir zu siebt an deutschen Fahrern und wir wurden gefragt, wieso das so ist. Jetzt haben wir nur noch zwei und wir bekommen die Frage nicht mehr gestellt. Den größten Hype gab es, als Michael Schumacher die ersten Rennen und den ersten Titel gewonnen hat. Er war der erste und das ist immer etwas Besonders. Es gibt aber immer noch einen Formel-1-Appetit. Aber die Deutschen sind sehr direkt und ehrlich. Und manche Dinge, die passiert sind, fanden sie nicht gut.“
Vettel macht auch ein Grundproblem ausfindig: „Für die Zukunft müssen wir schauen, dass die Kosten von Kart bis zur Formel 1 nicht so hoch bleiben wie jetzt. Wenn Nico und ich jetzt erst mit dem Kart angefangen hätten, wären wir nicht ansatzweise so weit gekommen. Weil wir dafür gar nicht das nötige Taschengeld gehabt hätten."
Ein heißes Eisen im Feuer ist sicherlich Mick Schumacher. „Es ist notwendig, dass man ihm die Zeit gibt, die er braucht“, mahnt Vettel. „Es ist fair, ihn zu kritisieren, so wie jeder von uns kritisiert wurde. Denn das ist Rennsport. Aber es ist nicht richtig, ihn zu sehr mit anderen Fahrern und seinen Vater zu vergleichen. Denn das war eine andere Zeit, ein anderes Racing.“

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Deutsche in der Formel 1
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