Formel 1: neue Autos 2021

Formel 1: neue Autos 2021

Alfa Romeo macht den Anfang

Alfa Romeo hat als erstes Team die Präsentation des neuen Formel-1-Autos 2021 verkündet. Das ändert sich an den F1-Flitzern 2021.
Der Fahrplan für die neuen Formel-1-Autos 2021 steht: Die Regeln sind klar, die Präsentation erfolgen im Februar, die Wintertests steigen vom 12. bis 14. März in Bahrain, wo am 28. März auch der Auftakt stattfindet.
Alfa Romeo präsentiert C41 in Warschau
Alfa Romeo hat nun als erstes Team den Termin verkündet, an dem der neue Alfa Romeo-Ferrari C41 der Öffentlichkeit gezeigt werden soll: Am 22. Februar in Warschau.
Der Ort der Präsentation überrascht, schließlich ist Alfa Romeo ein italienischer Hersteller und kommt das Team (Sauber) aus der Schweiz. Doch damit folgt Alfa Romeo den Wünschen des Sponsors Orlen, einem polnischen Mineralölkonzern. Seinem Engagement ist es auch zu verdanken, dass Robert Kubica, der beim Kanada-GP 2008 bisher den einzigen Formel-1-Sieg der Teamgeschichte holte, als Testfahrer an Bord bleibt.
Das sind die technischen Änderungen an den Formel-1-Autos 2021
Weil durch die Corona-Pandemie die Kassen knapp sind, haben sich die Formel-1-Gesetzgeber mit den Teams auf einen Sparkurs geeinigt. Im Prinzip sollten die Autos 2021 die gleichen sein wie 2020. Doch die Änderungen fallen doch dramatischer aus als gedacht.
Vorweg: Ein Formel-1-Auto besteht vor dem technischen Reglement aus drei Bereichen – Chassis, Motor, Aerodynamik. Die Aerodynamik bleibt frei. Der Motor darf für 2021 komplett neu entwickelt werden. Das ändert sich erst ab 2022.

Die Formel-1-Autos verändern sich 2021 nur etwas.

©Sean Bull Design

Komplizierter wird es beim Chassis. Das ist in 77 Komponenten unterteilt. 40 davon sind homologiert, dürfen also für die kommende Saison gar nicht verändert werden. Die restlichen Teile erhalten je nach Bedeutung eine Wertigkeit von einem oder zwei Entwicklungs-Token. Ein Team darf am Chassis nur Veränderungen im Wert von maximal zwei Token durchführen.
Dazu kommen mehrere Ausnahmen: Mercedes muss das DAS-System, mit dem die Fahrer am Lenkrad aus dem Cockpit aus die Spur der Reifen verändern konnten, ausbauen. Teams wie Aston Martin darf außerdem die Teile aus dem Jahr 2019, die sie von Mercedes einkaufen, gegen die aus dem Jahr 2020 austauschen.
Die dritte Änderung betrifft alle Teams: Die Autos sollen durch Einschnitte im Heckbereich zehn Prozent an Abtrieb verlieren. Bisher darf der Unterboden vor den Hinterrädern auf die Maximalbreite von 1,60 Meter gespannt werden. 2021 wird ein Dreieck vor der Hinterachse eingeschnitten, damit sich die Techniker nicht mit Schlitzen, Löchern und Flügelchen austoben können. In diesem Bereich holten die Ingenieure zuletzt viel Zeit auf der Rennstrecke heraus.
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Dazu kommt: Der Unterboden darf weniger flexibel sein. Bei einer Belastung von 500 Nm darf er sich maximal um acht statt wie bisher zehn Millimeter verbiegen.
Die Regeländerung war ursprünglich dafür gedacht, dass Pirelli keine neuen Reifen konstruieren muss. Doch die Italiener liefern 2021 Reifen mit einer steiferen Konstruktion. Dadurch steigt das Gewicht pro Reifensatz um 2,5 Kilogramm. Schon jetzt sind die Formel-1-Flitzer mit 746 Kilogramm so schwer wie noch nie. 2021 legen sie um drei Kilogramm zu (749 kg). Die Power Unit muss dann mindestens 150 statt wie bisher 145 Kilogramm wiegen. Dies soll verhindern, dass Teams den Antriebsstrang durch Verwendung exotischer und vor allem sündhaft teurer Materialien noch leichter bauen.

Fotos: Alfa Romeo Racing

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