Der Herausforderer legt vor. Eine Woche vor Mercedes hat Red Bull heute (23. Februar) die Hüllen fallen und das neue Formel-1-Auto für die Saison 2021 präsentiert – den Red Bull-Honda RB16B.

Mercedes-Bezwinger trotz B-Version?

„Wir hoffen zwar, ganz vorne mitfahren zu können, aber Mercedes ist klarer Favorit”, sagt Red Bull-Berater Helmut Marko zu ABMS. “Seit der Hybridära 2014 haben sie schließlich alle Titel gewonnen.“ Trotzdem sehen sich viele Fans danach, dass Red Bull Mercedes nach sieben Jahren der silber-schwarzen Dominanz bezwingen oder zumindest auf Augenhöhe herausfordern kann.
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Die Vorzeichen sind auf den ersten Blick nicht allzu positiv. Dass Red Bull den Neuwagen als B-Version des Vorjahres einstuft, sagt viel aus. Äußerlich sichtbare Änderungen am Chassis gibt es – geschuldet durch das weitgehend eingefrorene Chassis-Reglement – kaum. Die Nase und Luftleitbleche wurden lediglich optimiert. Der Heckflügel steht nur noch auf einer Stelze – aber das war auch in Abu Dhabi schon so.
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Das ist der neue Red Bull RB16B
Bild: Red Bull Content Pool
Trotzdem kann Red Bull Hoffnung schöpfen. Erstens muss Mercedes das DAS-System (Dual Axis Steering) ausbauen. Damit konnten die Fahrer durch Ziehen und Drücken am Lenkrad die Spur der Räder verstellen und somit die Reifen besser auf Temperatur bringen. Doch 2021 ist das System verboten. Es entspricht nicht dem Geist des Reglements.
Zweitens könnten die Regeländerungen im Heckbereich des Fahrzeugs (zehn Prozent Abtriebsverlust durch einen eingeschnittenen Unterboden vor der Hinterachse, keine Schlitze mehr am Unterboden, um vier Zentimeter gestutzte vertikalen Strömungsrichter sowie vier Zentimeter schmalere hintere Bremsbelüftung) dem Fahrzeugkonzept mehr in die Hände spielen als Mercedes. Grund: Red Bull fährt traditionell mit einem hohen Anstellwinkel des Formel-1-Flitzers, da machen sich die Einschnitte weniger stark bemerkbar.
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Honda und Pérez als Erfolgsfaktor?

Dazu setzt man große Hoffnung in den neuen Honda-Motor. Die Japaner wollen sich mit Stil aus der Formel 1 verabschieden. Für die letzte Saison haben sie daher noch mal einen neuen 1,6-Liter-V6-Turbohybrid auf Kiel gelegt – den Red Bull ab 2022 in Eigenregie einsetzen wird. Mit dem neuen Triebwerk soll die PS-Lücke zu Mercedes geschlossen werden. Der neue Honda-Motor scheint auch kompakter zu sein – der Heckbereich des RB16B ist wesentlich schlanker als noch 2020.
Außerdem wird Max Verstappen im Kampf gegen Mercedes kein Einzelkämpfer mehr sein. Red Bull hat sich erstmals seit Mark Webber 2013 wieder mit einem Fahrer außerhalb des Red Bull-Kaders verstärkt: GP-Sieger Sergio Pérez ersetzt Alex Albon. „Wir gehen davon aus, dass er nur zwei oder drei Zehntel auf Max verliert – und nicht fünf“, glaubt Marko.

Windkanal-Problem muss behoben werden

An der Aerodynamik dürfen die Teams auch 2021 entwickeln. Der Bereich gilt als Steckenpferd von Formel-1-Technikguru Adrian Newey. Doch Red Bull litt in den letzten Jahren unter Korrelationsproblemen zwischen den Daten im Windkanal und jenen auf der Strecke. Daher kam man oft schlechter aus der Winterpause und steigerte sich erst über den Saisonverlauf. Vor allem wegen der auf drei Tage reduzierten Wintertestfahrten hofft Red Bull aber, dass diese Probleme 2021 behoben sind.

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