Schon drei Siege hat Red Bull 2018 geholt – und jetzt mischt sich das ehemalige Vettel-Team auch immer mehr in den WM-Kampf ein! Für den Titelgewinn sind Max Verstappen und Daniel Ricciardo mit 78 respektive 65 Zählern Rückstand auf Sebastian Vettel zwar schon zu weit entfernt von der Spitze. Aber: Sie können Lewis Hamilton und Mercedes im Titel-Endspurt wichtige Punkte wegnehmen. Denn es fällt auf: Immer wenn Ferrari stark ist und Mercedes schwach, ist auch Red Bull nah dran oder besser als das Silber-Team.
Bestzeit im Training: So lief der Freitag
Ferrari
Red Bulls neuer Unterboden ist eine Ferrari-Kopie
Und jetzt legen die Österreicher mit Teamsitz in England noch mal nach. Nach Hockenheim brachte Red Bull einen komplett neuen Unterboden. Clever: Er ist eine 1:1-Kopie des Unterbodens, den Ferrari bereits seit Barcelona einsetzt und der zuletzt in Großbritannien noch einmal verbessert wurde. Sein großes Plus: Er generiert Abtrieb ohne dass die Flügel steiler gestellt werden müssen und damit Topspeed kosten.
Auffällig wie bei Ferrari: zwei Schlitze seitlich der Karosserie. Sie dichten das Auto seitlich ab und beschleunigen damit den Luftstrom unterhalb des Autos. Das wiederum erhöht den Anpressdruck, den der Diffusor generiert und funktioniert insbesondere bei Autos gut, die einen hohen Anstellwinkel haben.
Interessant auch: Red Bull ließ sich nicht nur vom Ferrari-Unterboden inspirieren. Auch die Seitenkästen erinnern an den Bauch des roten Renners. Heißt also auch: Sogar ein Aerodynamik-Genie wie Adrian Newey schaut sich bei Ferraris Aerodynamikabteilung um David Sanchez und Enrico Cardile etwas ab.