Das Ziel ist erreicht: Die Formel-1-Autos 2017 waren je nach Rennen zwischen einer und fünf Sekunden schneller als noch 2016. Dafür sorgten neue Aerodynamik-Regeln, die den Abtrieb erhöhten. Zwar sanken die Topspeed-Werte, aber die Kurvengeschwindigkeiten stiegen gerade in schnellen Passagen um 20 bis 30 km/h.
Mercedes
Die langgezogene Motorabdeckung und der T-Flügel vor dem Heck sind 2018 verboten
Doch wie geht es 2018 weiter? Experten rechnen damit, dass die Autos zumindest zu Beginn der Saison eine halbe Sekunde langsamer werden als jetzt. Dafür gibt es zwei Gründe: Der Kopfschutz Halo wiegt 14 Kilogramm – und hat einen sehr hohen Schwerpunkt, ist der Aerodynamik auch nicht unbedingt zuträglich. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge steigt wegen Halo um sechs Kilogramm auf 734 Kilo – so schwer waren die Rennwagen in der Königsklasse noch nie.
Zweitens wird die Aerodynamik zum Teil wieder beschnitten. Die Heckflossen an der Motorabdeckung werden genauso verschwinden wie die T-Flügel vor dem Heckspoiler.
Doch es gibt auch zwei Faktoren, die der Verlangsamung entgegenwirken. Zum einen will Reifenhersteller Pirelli weichere Pneus bringen, um wieder vermehrt Zwei-Stopp-Rennen zu kreieren. Zwar bauen weichere Reifen schneller ab, aber sie drücken die Rundenzeiten.
Zum anderen werden die Autos natürlich auch weiterentwickelt. Die Topteams schaffen selbst bei einem stabilen Reglement im Winter nicht selten einen Sprung von einer halben bis zu zwei Sekunden.
Gerade zum Saisonende hin könnten einzelne Rundenrekorde also wieder fallen...