Der eine Deutsche geht, der andere kommt: Bei Haas ersetzt Nico Hülkenberg (35) in diesem Jahr Mick Schumacher (23). Ziel des Fahrertauschs: Haas will den nächsten Schritt zurück ins Mittelfeld machen und mehr Punkte holen als 2022. Da standen am Ende 37 Zähler und WM-Rang acht zu Buche.
„Ich kann nicht sagen, dass ich mir immer Punkte erwarte, weil ich nicht weiß, wie stark das Auto ist“, geht Teamchef Günther Steiner es ruhig an. Auch Hülkenberg bekommt noch nicht die verbale Peitsche, die der Südtiroler 2022 so oft bei Schumi junior rausgeholt hat. Er solle lediglich „immer da sein und konstant das Beste aus dem Auto herausholen – so oft wie möglich“, so Steiner bei RTL.
Nico Hülkenberg ersetzt Mick Schumacher bei Haas. Doch noch bekommt er keinen Druck.

Die Konstanz war das große Problem bei Mick Schumacher, dessen Leistungen über die Saison hinweg in Steiners Augen zu stark schwankten. Die große Unbekannte bei Hülkenberg: Er hat in den letzten drei Jahren als Feuerwehrmann bei seinen Spontaneinsätzen zwar starke Leistungen gezeigt, ist aber seit 2019 keine volle Saison mehr gefahren.
Steiner sieht darin aber kein Problem: „Bei Nico mache ich mir keine großen Sorgen“, betont er. „Logischerweise haben wir darüber nachgedacht, was ist, wenn jemand drei Jahre nicht Vollzeit Rennen gefahren ist. Aber er hat ein paar Mal getestet. Als er letztes Jahr zum Anfang des Jahres für Sebastian Vettel einspringen musste, hat er einen super Job gemacht.“
Deshalb glaubt Steiner an seine Entscheidung pro Hülkenberg und gibt dem Deutschen sogar Zeit zur Eingewöhnung. Demnach werde der Hulk „ein bisschen Zeit brauchen, um sich komplett anzupassen und körperlich fit zu werden. Wir müssen ihm ein paar Rennen Zeit geben, dass er das Maximum herausholt. Aber er ist einer dieser Jungs, die schon verschiedene Autos gefahren haben - nicht nur in der Formel 1, sondern auch Sportwagen. Er kann sich ziemlich gut an neue Sachen anpassen.“

Von

Bianca Garloff