Formel 1: Qualifying in Australien
Boxengeflüster aus Melbourne

Kubica patzt beim Comeback, enge Kiste im Renault-Duell und Verwirrung bei Red Bull: Das war noch so alles los im ersten Qualifying des Jahres.
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
+++ Sebastian Vettel kann über seinen kleinen Ausritt ins Kiesbett während des Qualifyings zum Australien GP schmunzeln: "Ich war etwas neidisch auf Valtteri Bottas, der im Winter Rallye gefahren ist", sagt er. "Das hätte ich auch gern gemacht. Vielleicht hatte ich das im Hinterkopf. Aber es war der falsche Zeitpunkt." Fakt ist also: Seinen Humor hat er sich vorerst noch bewahrt.
+++ Ein Team, zwei Meinungen: Bei Red Bull ist man sich nicht ganz einig über die Bewertung von Pierre Gaslys Ausscheiden in Q1. Motorsportchef Helmut Marko bewertete das als Strategiefehler, sagte: Für diesen "dummen Fehler" müsse sich das Team bei Gasly entschuldigen. Hintergrund: Die Strecke wurde gegen Ende des ersten Quali-Abschnitts immer schneller, Gasly aber wurde nicht noch einmal mit frischen Reifen rausgeschickt.
Die Red Bull-Presseabteilung ruderte dagegen zurück: Sie verweist darauf, dass - jawohl - Marko nicht fürs Team spreche und die Situation vielleicht gar nicht mitbekommen habe. Demnach sei Gasly in seinem entscheidenden Run einfach nicht schnell genug gewesen. Teamchef Christian Horner versucht seine Strategen zu schützen: "Rückblickend betrachtet ist es einfach zu sagen, dass wir noch einen weiteren Satz hätten nehmen sollen."

Hülkenberg siegt im ersten Quali-Duell mit Ricciardo
+++ Als ein wenig "peinlich" bezeichnete Robert Kubica das Abschneiden von Williams in Melbourne. Spannend dabei: Er hatte einen Unfall, weil sein Auto erstmals in diesem Jahr richtig lief. Kubica: "Erstmals heute hatte ich Vertrauen ins Auto." Das kam für den Williams-Piloten so überraschend, dass er sich in Kurve 9 verschätzte und in Kurve 10 die Streckenbegrenzung touchierte. "Das Auto hatte auf einmal viel besser funktioniert", verrät er. "Auf einmal hatte ich Grip. Aber dann berührte ich die Mauer und zog mir dabei einen Reifenschaden zu. Sehr schade. Denn ich hatte mich für eine halbe Runde wohlgefühlt im Auto. Da habe ich es wohl übertrieben in dieser einen Kurve."
+++ Nach der Netflix-Doku über die Formel 1 ist Günther Steiner zum heimlichen Star der Königsklasse mutiert. Nachdem er im letzten Jahr mit seinen Autos auf den Plätzen fünf und sechs liegend ausgefallen ist, steht er nun wieder auf den Startplätzen sechs und sieben. Steiner happy: "Wir sind Sechster und Siebter - nicht Sechster und Zwölfter. Das heißt, wir haben nicht nur eine gute Runde gesetzt oder ein magisches Set-up für die Strecke gefunden. Wir sind in Australien 'Best of the Rest'. Das zeigt, dass das Auto gut ist."
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