Formel 1: Die schönsten Helme von Vettel

Formel 1: Räikkönen mit Defekt

Das war schuld am Kimi-Ausfall

Kimi Räikkönen schrieb in Barcelona schon zum zweiten Mal in dieser Saison unschuldig einen Nuller. Das Pech klebt dem Finnen an den Füßen.
Ist Kimi Räikkönen nur ein Fahrer zweiter Klasse für Ferrari? In Barcelona schied er schon zum zweiten Mal schuldlos aus. Sein Rückstand auf WM-Leader Lewis Hamilton beträgt 47 Punkte, auf Vettel 30 Zähler. 

Formel 1: Die schönsten Helme von Vettel

Inzwischen sickert durch: Eine fehlerhafte Verkabelung hat zum Defekt geführt. Das klingt nach Schlamperei der Ferrari-Mechaniker, nachdem Räikkönen schon in Bahrain ausfiel, weil Ferrari ein Rad nicht gut genug befestigt hat. Die gute Nachricht: Der Finne kann den Barcelona-Motor wohl weiterverwenden. Das ist wichtig, weil pro Saison und Auto nur drei Verbrennungsmotoren erlaubt sind. Und Ferrari tauschte bei Räikkönen in Barcelona am Freitag bereits den Motor, den Turbo und die MGU-H (Abgasenergiesystem).

Vettel fiel nur halb so oft aus wie Räikkönen in ihrer gemeinsamen Zeit bei Ferrari

Weil Räikkönen also schon mit dem zweiten von drei erlaubten Bauteilen fährt, ist noch unklar, ob der 38-Jährige in Kanada das Motorupdate bekommt, das mehr Leistung ausspucken soll. Damit würde Räikkönen schon Motor Nummer drei verwenden und hätte für die restliche Saison keinen Puffer mehr.
Fazit: Räikkönen klebt das Pech an den Füßen. Besonders im Vergleich zum Teamkollegen Sebastian Vettel. Seit die beiden gemeinsam für Ferrari fahren (seit 2015) schied Räikkönen schon 15 Mal aus, Vettel aber nur sieben Mal. Und: Bei Vettels Ausfällen handelte es sich fünf Mal um Unfälle oder Kollisionen. Bei Räikkönen sind sechs Unfälle und Kollisionen notiert, sechs technische Defekte (Vettel nur zwei) und sogar drei Ausfälle, die auf nicht richtig befestigte Räder zurückzuführen sind! 
Formel-1-Zuverlässigkeit: Entwicklung über die Jahrzehnte
Ist das noch Zufall? Seit Jahren wird der Eindruck erweckt, dass Defekte sehr häufig bei den Nummer-2-Fahrern auftreten. Doch rein statistisch ist das nicht haltbar: Bei Michael Schumacher und Rubens Barrichello verteilen sich die technisch begründeten Aufgaben von 2000 bis 2005 auf 6:9 – sind also relativ ausgeglichen. Und Felipe Massa hatte von 2010 bis 2013 gegen Fernando Alonso sogar mit 1:2 mehr Glück.
Dazu kommt: Auch bei Vettel läuft längst nicht alles gut. Anders als Räikkönen hat der Deutsche schon die zweite Steuereinheit verbaut. Davon gibt es pro Jahr und Auto nur zwei. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Vettel im weiteren Saisonverlauf durch die Überschreitung des Teilekontingents einer Startplatzstrafe zum Opfer fallen wird, ist groß.
Aktuelle Fahrer mit den meisten Ausfällen
1. Kimi Räikkönen 65
2. Fernando Alonso 59
3. Romain Grosjean 38
4. Sebastian Vettel 31
5. Nico Hülkenberg 30
6. Lewis Hamilton 25
7. Marcus Ericsson 21
8. Daniel Ricciardo 21
9. Sergio Pérez 19
10. Carlos Sainz 19
11. Max Verstappen 17
12. Kevin Magnussen 12
13. Valtteri Bottas 9
14. Stoffel Vandoorne 6
15. Lance Stroll 5
16. Brendon Hartley 3
17. Esteban Ocon 3
18. Sergey Sirotkin 2
19. Pierre Gasly 2
20. Charles Leclerc 0

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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