125 Jahre Mercedes Motorsport

Formel 1: Rechenspiele zum GP Japan

Mercedes kann schon Champion werden

Ist die Mercedes-Dominanz vorbei? Das fragen sich die Insider nach den letzten acht Rennen, in denen das überlegene Team der vergangenen sechs Jahre nur dreimal gewinnen konnte.
Zweimal wurden Lewis Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas von Red-Bull-Supertalent Max Verstappen geschlagen (in Österreich und Deutschland), dreimal von Ferrari (Charles Leclerc in Spa und Monza, Sebastian Vettel in Singapur).
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Das letzte Rennen in Sotschi gewann Lewis Hamilton auch nur, weil sich Ferrari selbst im Weg stand. Zum Vergleich: Bei den ersten acht Rennen der Saison fuhr immer einer der beiden Silberpfeil-Piloten als Sieger durchs Ziel.
"Ferrari hat uns in Sachen Motorpower überholt," analysiert Lewis Hamilton, "und hat sich auch beim Auto extrem verbessert. Red Bull war auf bestimmten Strecken vorher schon extrem schnell. Unsere Überlegenheit, sie ist jedenfalls dahin."
Allein: Trotz des Trübsalblasens des fünfmaligen Weltmeisters kann Mercedes am Sonntag in Suzuka eine rauschende Siegerparty feiern. Grund: Die Silberpfeile können beim GP von Japan schon fünf Rennen vor Schluss beide Titel festmachen.

Nach Suzuka muss Mercedes 176 Punkte Vorsprung haben, um den Titel zu sichern.

In der Konstrukteurswertung führt Mercedes im Moment mit 162 Punkten vor Ferrari. Die maximale Punktzahl beträgt am Rennwochenende 44, nachdem es seit dieser Saison einen Extrapunkt für die schnellste Rennrunde gibt.
Heißt: Nach Suzuka muss Mercedes 176 Punkte Vorsprung haben, um den Titel zu sichern. Dafür würde schon ein Doppelsieg reichen, auch ohne schnelle Rennrunde. Mercedes würde 43 Zähler einstreichen, Ferrari selbst mit schnellster Rennrunde nur maximal 28.
Acht Mal ist den Silberpfeilen schon ein Doppelsieg gelungen. Allein: Das letzte Mal beim GP von England in Silverstone. Und das ist schon sieben Rennen her.
Den Fahrertitel kann sich Mercedes ebenfalls schon in Japan sichern. Dazu muss der WM-Führende nur vor Red-Bull-Fahrer Max Verstappen und den beiden Ferrari-Streithähnen Sebastian Vettel und Charles Leclerc ins Ziel kommen.
Von den Punkten her könnte in den letzten vier Rennen dann nur noch Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas verhindern, dass der englische Superstar seinen sechsten WM-Titel einfahren wird.
Doch Hamilton ist skeptisch. "Von den letzten fünf Rennstrecken können wir nur in Austin und vielleicht aus eigener Kraft gewinnen. In Suzuka, Mexiko und Abu Dhabi sehe ich klar Ferrari vorne."
Was der Brite nicht bedacht hat: In Japan droht ein Taifun mit viel Regen. Und im Nassen gelten Mercedes und Red Bull wegen ihrer besseren Abtriebswerte dem Ferrari als deutlich überlegen.

125 Jahre Mercedes Motorsport


Autor: Ralf Bach

Fotos: LAT/Mercedes

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Lewis Hamilton

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