Eigentlich will Sebastian Vettel das Mercedes-Team herausfordern, aber spätestens nach dem Großen Preis von China ist klar: Der Heppenheimer sollte auch den Blick nach hinten nicht vergessen. Red Bull greift Ferrari an. Nachdem er den Red Bull Renault RB12 auf Startplatz zwei stellte, jubelte Daniel Ricciardo: „Wir haben das beste Chassis.“
China GP
Platz eins und drei nach dem Start in China für Red Bull
Dank einer guten Aerodynamik und Aufhängung, die eine konstante Balance und somit vor allem einen besseren Umgang des Fahrzeugs mit den Reifen erlaubt. Red Bull hat sich dabei auch von Mercedes inspirieren lassen. Vor genau einem Jahr brachten die Schwaben einen Technikkniff am Frontflügelprofil mit nach China, den Red Bull nun kopiert hat.
Hinter dem mittleren und oberen Frontflügel-Element ist ein Klebstreifen mit kleinen Zähnchen angebracht, die Wirbel erzeugen. Diese Wirbel generieren unter dem Flügel Druck und beschleunigen den Luftfluss zum Unterboden und den Seitenluftleitblechen.
Red Bull
Stark: Ricciardo machte mit Hamilton kurzen Prozess
Red-Bull-Motorsportkonsulent Dr. Helmut Marko erklärt AUTO BILD MOTORSPORT: „Wir haben jetzt auch auf langen Geraden keine Angst mehr, weil wir aufgrund unserer guten Aerodynamik mit so wenig Flügel fahren können, dass unser Topspeed trotzdem hoch genug ist.“
Er schickt noch eine Kampfansage hinterher: „Wir wollen unser Motorupdate jetzt schon vor dem Grand Prix in Kanada bekommen. Dann haben wir 35 PS mehr und sind mindestens auf Augenhöhe mit Ferrari. An Siege denken wir aber nicht - Mercedes ist noch viel zu weit weg!“