Hoffentlich setzt Red Bull sich selbst, Max Verstappen und Honda da nicht zu sehr unter Druck... Nach fünf Jahren ohne WM-Titel wollen die Österreicher endlich wieder um Siege und Meisterschaften kämpfen. 2019 soll es soweit sein. Dank neuer Aerodynamik-Regeln und Honda- statt Renault-Motor glaubt sich das Energy-Drink-Team gut aufgestellt.
„Ich bin überzeugt, wir werden wieder vorne mitmischen“, sagt Red Bull-Berater Helmut Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT. „Auf der Chassis-Seite waren wir immer stark. Besonders wenn es drastische Regeländerungen gab. Und unser neuer Motorenpartner Honda ist jetzt schon vor unserem jetzigen Ausrüster Renault. Es gibt Zahlen, die belegen, dass wir 2019 nur noch zehn kW (13,3 PS, d. Red.) Rückstand haben. Das würde reichen. Dann können wir unser Ziel erreichen: Max Verstappen zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu machen.“
Red Bull
Kann Red Bull mit mehr Power im Heck gewinnen?
Allein: Den Worten müssen 2019 Taten folgen. Denn Red Bull hat nur noch zwei Jahre Zeit mit dem siegenden Holländer Champion zu werden, um Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister (23 Jahre und 135 Tage) vom Thron zu stoßen. Marko: „Max hat nächstes Jahr alles zusammen, um es zu schaffen. An ihm wird es sicher nicht liegen, er kann Vettels Rekord knacken. Er verbessert sich ständig, es scheint für ihn kein Limit zu geben. Wir müssen liefern!“
Mit „wir“ mein Marko auch Honda. Von deren Motorfabrik in Japan ist der Österreicher begeistert. Sagt das auch offen in Interviews. Doch er setzt die Japaner damit auch unter Druck.
Damit die darunter nicht zusammenbrechen, hat Red Bull Honda nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT Hilfe an die Seite gestellt. Ex-Mercedes-Motorchef Mario Illien soll demnach in das Projekt integriert sein und bereits „einen tollen Job gemacht haben“, so ein Insider.
Vielleicht kann Wunderkind Verstappen auch deshalb urteilen: „Die PS-Zahlen stimmen. Wir lügen doch nicht oder setzen einfach irgendwas in die Welt...“