Formel 1: Red Bull im Fokus

Formel 1: Red Bull im Fokus

Red Bull setzt Deadline für Motor-Entscheidung

Red Bull muss derzeit mehrere Entscheidungen treffen: Das ist der aktuelle Stand bei Fahrern und Motoren
Alle schauen im Moment nach Fuschl, zum Firmensitz von Red Bull. Und das aus mehreren Gründen. Erstens: Das Cockpit neben Max Verstappen ist für 2021 noch nicht vergeben. Da schielt fast jeder drauf, der noch keinen Vertrag in der Tasche hat.
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Zweitens: Red Bull will Klarheit, ob die Motoren wie erwünscht ab 2022 in ihrer Entwicklung eingefroren werden. Nur dann sei man bereit, einen Honda-Antrieb in Eigenregie einzusetzen. Bei einem Motormeeting am Montag in Portugal wurde das Thema nur gestreift, aber noch keine Entscheidung getroffen. "Es ist verschoben", erklärt Red-Bull-Motorsport-Chefberater Helmut Marko (77) bei AUTO BILD Motorsport, "aber wir müssen die Entscheidung bis 15. November wissen. Später geht nicht, das ist unsere Deadline."

Red-Bull-Motorsport-Chefberater Helmut Marko

©Red Bull Content Pool

Sollte es bis dahin keine Einigung geben, muss Red Bull neu planen. Klar ist: Mit dem Status als reines Kundenteam will man sich nicht zufrieden geben. "Wenn wir merken, dass wir vom Motor her zu stark benachteiligt werden, ist sogar der Ausstieg ein Thema", stellt Marko klar.
Renault, Ferrari und Mercedes sind die drei Power Unit-Lieferanten, die zur Verfügung stehen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat schon abgewinkt. Zumindest was Motoren betrifft, die Mercedes heißen. Möglich wären aber Power Units, die den Namen AMG tragen. Mercedes-Chef Ola Källenius hat bereits angekündigt, die sportliche Tochter des Konzerns mehr in den Vordergrund rücken zu wollen. "Unsere favorisierte Variante ist aber den Motor in Eigenregie einzusetzen", betont Marko.
Was den Fahrermarkt betrifft, will Red Bull bis Ende November warten. Alpha Tauri hat wie erwartet den Franzosen Piere Gasly für 2021 bestätigt. Es gilt als fast sicher, dass Formel-2-Nachwuchsfahrer Yuki Tsunoda den Russen Daniiel Kvyat als Teamkollege Gaslys ersetzen wird. Bleibt die Frage, ob Alexander Albon nach bisher schwächeren Leistungen seinen Platz neben Wunderknabe Max Verstappen bei Red Bull Racing behalten darf.
Holländische Medien berichten bereits, dass die Entscheidung gegen ihn gefallen ist. Favoriten auf den Platz neben Verstappen sind dann der Deutsche Nico Hülkenberg und der bei Racing Point an die Luft gesetzte Mexikaner Sergio Perez. Spekulationen, dass die Millionen, die Perez aus Mexiko als Mitgift eine Rolle spielen könnten, schiebt Marko aber den Riegel vor. "Wir haben jetzt schon eine Geschäftsbeziehung mit den Mexikanern. Unabhängig von der Formel 1. Es wird eine rein sportliche Entscheidung getroffen." 

Autor: Ralf Bach

Fotos: Red Bull Content Pool

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