Formel 1: Red Bull in Austin
Verstappen-Aus tut doppelt weh

Erst Boxen-Trottel, dann Bärendienst: Max Verstappen erwischte einen rabenschwarzen Sonntag in Austin und kostete das Team die Chance auf Rang zwei.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Erst patzte er selbst, dann ließ ihn die Technik im Stich: Es war nicht der Tag des Max Verstappen beim USA GP in Austin. Dabei war der Holländer mit großen Ambitionen ins Rennen gestartet. „Ich bin nicht hier, um Vierter zu werden“, zischte Verstappen am Funk seinen Kommandostand an, nachdem dieser ihn bei der Jagd auf Nico Rosberg zum Haushalten mit seinen Reifen angewiesen hatte.
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Die Kommunikation klappte bei Verstappen erst nachdem der Niederländer ausgeschieden war
Verstappen erklärte: „Das Team hat mir gesagt, ich solle hart pushen. Ich dachte, das war die Aufforderung, anschließend an die Box zu kommen und bin reingefahren. War es aber nicht.“ Der Holländer ehrlich: „Nicht sehr clever von mir. Es war definitiv mein Fehler.“
Getriebeschaden mit Folgen
Kurze Zeit später war der Fauxpas dann aber sowieso hinfällig - denn Verstappens Dienstwagen stotterte, wurde immer langsamer: Getriebeschaden in Runde 29. Red Bull kam der Defekt doppelt teuer zu stehen, denn das anschließend ausgerufene virtuelle Safety-Car kostete Daniel Ricciardo Platz zwei. Der Australier war zu diesem Zeitpunkt bereits an der Box gewesen. Rosberg bekam Zeit geschenkt, weil er stoppte, während die anderen Autos hinter ihm auf der Strecke langsam fahren mussten.

Wenigstens auf dem Podium durfte Ricciardo den 'Shoey' von Schauspieler Gerard Butler feiern
So aber musste das virtuelle Safety-Car raus und ausgerechnet Ricciardo war der Leidtragende. Ob es allerdings zu Rang zwei gereicht hätte, wollte Teamchef Horner trotzdem bezweifeln. „Wir hatten zwar die Position auf der Strecke gegen Nico, aber er hätte am Schluss die weichen und deutlich schnelleren Reifen gehabt“, gab der Brite zu. Ricciardo zeigte sich derweil enttäuscht: „Ich hatte mich schon auf das Duell gefreut und den Platz sicher nicht kampflos hergegeben. Schade, aber so läuft es eben manchmal. Auch wenn das frustrierend war, ist es trotzdem cool auf dem Podium zu stehen.“
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