Formel 1: Red Bull wiedererstarkt
Mercedes fürchtet neuen Herausforderer

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Mercedes hat einen neuen Herausforderer in der Formel 1. Red Bull ist vor dem Kanada GP wiedererstarkt und hat Ferrari vorerst als zweite Kraft abgelöst.
Bild: Getty Images / Picture-Alliance
Abwechslung an der Spitze ist schön für die Fans, doch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bereitet das Wiedererstarken von Konkurrent Red Bull Kopfzerbrechen. Vor den Stress-Wochen in der Formel-1-Saison ist der Österreicher mächtig ins Grübeln gekommen. „Ich habe es schon oft gesagt, aber wir haben in der Weltmeisterschaft keinen Spielraum. Es ist ein kontinuierlicher Kampf, in dem der Druck stetig steigt“, sagte Wolff vor dem Kanada GP am Sonntag (20.00 Uhr MESZ) in Montreal. Noch dominieren die Silbernen vor der Intensivphase mit sechs Rennen binnen zwei Monaten, doch vor allem das wiedererstarkte Red-Bull-Team und eigene technische Probleme setzen dem Weltmeister-Rennstall zu.

Daniel Ricciardo ist nun erster Silberpfeil-Verfolger
In Monte Carlo hatten nur ein Strategiefehler und die Reifen-Panne beim Boxenstopp den Erfolg von Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo verhindert und Hamiltons ersten Triumph seit sieben Monaten ermöglicht. Der WM-Führende Nico Rosberg konnte als Siebter erst gar nicht in den Kampf um die Spitze eingreifen, weil Reifen und Bremsen nie auf Betriebstemperatur kamen. Nicht der erste Aussetzer bei den Silbernen in diesem Jahr. Auch Hamilton hatte immer wieder statt mit seinen Gegnern auf der Strecke mehr mit der Technik am Auto zu kämpfen. „Wir haben noch Verbesserungsspielraum bei der Zuverlässigkeit“, gestand Wolff.

Lewis Hamilton gewann den letzten Lauf in Monaco
„Beim letzten Grand Prix habe ich hoffentlich in einem Rennen all mein Pech aufgebraucht“, sagte 30-Jährige. In Montreal muss Rosberg (106 Punkte) fürchten, erstmals in der Saison Platz eins im Klassement zu verlieren. Hamilton ist vor dem siebten Saisonrennen bis auf 24 Punkte an ihn herangekommen. Mit einem Sieg und einer Nullrunde von Rosberg würde der Titelverteidiger vorbeiziehen. Hinter ihm lauert Ricciardo (66), der bereits vor Räikkönen (61) und Vettel (60) liegt.Doch nach seinem Sieg in Monaco strotzt Hamilton vor Selbstvertrauen. „Ich habe gezeigt, dass ich so stark wie noch nie bin, und so wird es für den Rest des Jahres auch bleiben“, kündigte der 31-Jährige an. Und der Circuit Gilles Villeneuve ist seine Strecke. Hier holte er 2007 seine erste Pole und seinen ersten Sieg. Danach war er noch 2010, 2012 und 2015 erfolgreich. Nur einer war bislang besser: Michael Schumacher gewann in Kanada sieben Mal. (dpa)
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