Formel 1: Reifen-Rätsel

FIA reagiert auf Reifenplatzer

FIA und Pirelli reagieren auf die Reifenplatzer vom ersten Formel-1-Grand Prix am vergangenen Sonntag in Silverstone
Ist das Reifen-Rätsel damit gelöst? Pirelli hat sich zu den mysteriösen Reifenplatzern vom GP Großbritannien geäußert.
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Die Italiener in einer Mitteilung: „Der Hauptgrund ist das Zusammenspiel verschiedener Renn-Situationen, die zu einer extrem langen Nutzungszeit des zweiten Reifensatzes geführt haben.“
Konkret schreibt Pirelli: „Das zweite Safety Car hat nahezu alle Teams dazu gebracht, den geplanten zweiten Boxenstopp vorzuziehen und einen sehr langen, um die 40 Runden andauernden Stint zu fahren, der mehr als drei Viertel der Renndistanz umfasste. Dies auf einer der anspruchsvollsten Strecken des Kalenders.“

FIA und Pirelli reagieren auf die Reifenplatzer vom F1-Grand Prix am vergangenen Sonntag in Silverstone

Und weiter: „Kombiniert mit den deutlich höheren Geschwindigkeiten der Formel-1-Autos 2020 hat dies die Belastung für die Reifen in den letzten Runden zusätzlich erhöht. Die Konsequenz: Die größten Kräfte, die je auf Formel-1-Reifen eingewirkt haben.“
Die FIA hat nun reagiert. Für den Jubiläums-GP an diesem Sonntag wurde der Randstein in der Becketts-Kurve angepasst. "Um den Fahrern zu helfen, die Streckenbegrenzungen an diesem Wochenende einzuhalten, wurde auf Wunsch der FIA am Ausgang von Kurve 13 ein 23 Meter langer Abschnitt mit einem verjüngten Bordstein installiert", erklärte eine Sprecherin aus Silverstone.
Hintergrund: Beim Alfa Romeo von Kimi Räikkönen hatten sich an dieser Stellte Teile des Frontflügels gelöst. Die wiederum könnten zu den Reifenschäden von Carlos Sainz, Valtteri Bottas und Lewis Hamilton beigetragen haben. Pirelli-Motorsport-Boss Mario Isola: "Wahrscheinlich wurden einige der Schnitte, die wir am Freitag gefunden haben, dadurch hervorgerufen, dass Trümmer im Randstein eingeklemmt waren."
In Max Verstappens Reifen wurden mehr als 50 Schnitte gefunden. Für den bevorstehenden GP hat Pirelli nun den Mindestreifendruck erhöht. Allerdings müssen sich auch Teams und Fahrer anpassen. McLaren-Pilot Sainz verrät: „Wir haben den Reifen am Sonntag bis ans Maximum seiner Lebensdauer gepusht. Wir werden dieses Mal vorsichtiger sein.“
Hamilton hatte den GP Großbritannien trotz des Reifenschadens vorne links gewonnen. Pikant: An diesem Wochenende sind die Gummis noch mal eine Stufe weicher.

Fotos: F1 TV; McLaren

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