Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Formel 1: Renault in der Krise

Ausstiegsverkündung am Freitag?

Die Schlinge um den französischen Autobauer Renault zieht sich immer enger. Das könnte auch das Formel-1-Projekt beenden. Entscheidung am Freitag.
Die Formel 1 schaut mit Sorge auf den kommenden Freitag, 29. Mai 2020. Dann will Renault seinen Sparkurs veröffentlichen. Es wird befürchtet, dass darunter auch der Ausstieg aus der Formel 1 fallen wird.
Hintergrund: Der Renault-Konzern steht mit dem Rücken zur Wand – nicht erst seit der Coronakrise, die aber alles noch viel schlimmer gemacht hat. Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire bestätigte gegenüber „Le Figaro“, dass Renault einen Antrag auf ein Darlehen über fünf Milliarden Euro gestellt habe. Doch die Regierung will dieses Darlehen nicht so einfach gewähren. Renault muss zeigen, dass auch Geld eingespart wird. Schon jetzt ist der französische Staat mit 15% an Renault beteiligt.
Gegenüber dem Radiosender Europa 1 legte Le Maire noch einmal nach: Demnach bestünde sogar die Möglichkeit, dass Renault die Coronakrise nicht überleben könnte.
Wenn es um Sparmaßnahmen geht, dürfte die Formel 1 weit oben auf der Liste stehen. Das Renault-Werksteam hat in nun vier Jahren nicht wirklich Ansätze gezeigt, die vermuten lassen, dass man der Spitze näher rückt. Renault verharrt mit den Konstrukteurs-Plätzen neun, sechs, vier und fünf im Mittelfeld. In 83 Rennen kamen gerade mal drei fünfte und ein vierter Platz (durch Daniel Ricciardo 2019 in Monza) zustande – keine Podiumsplatzierung, kein Sieg.

Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul dementiert die Ausstiegs-Gerüchte

Der Renault-Motor gilt als das schlechteste Triebwerk im Feld. Für die Power aus Frankreich ist nicht ein einziger Kunde zu finden.
Für einen Verbleib von Renault in der Formel 1 spricht aber womöglich eine solide Zukunftsperspektive: Fernando Alonso liebäugelt mit einem Comeback bei Renault (wir haben HIER darüber berichtet). Der Spanier wurde 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister. Ab 2021 greift außerdem eine Ausgabengrenze von 145 Millionen Dollar, die die Formel 1 rentabler machen und die Chancengleichheit zwischen den Teams erhöhen soll.
Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul übt sich in Zuversicht. Von „Autoweek“ auf die Gerüchte um einen Ausstieg von Renault angesprochen, erklärt er: „Das kann ich dementieren. Was ich aber nicht kann, ist sicherstellen, dass die Gerüchte damit ein Ende haben. Denn die schwirren schon von Anfang an herum.“
Der Freitag wird zeigen, ob Abiteboul Recht behält...
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die wichtigsten Hersteller in der Formel-1-Geschichte.

Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Fotos: Renault

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