Formel 1: Renault will Motor umbauen
Auf der Suche nach Schlupflöchern

Renault steht ein Planspiel ohne großen Spielraum ins Haus. Die Franzosen wollen ihren F1-Motor komplett umbauen, die FIA-Vorgaben sind jedoch strikt.
Bild: Getty Images / Picture Alliance
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
- Frederik Hackbarth
Trotz des Sieges von Daniel Ricciardo zuletzt in Ungarn: Die Schwachstelle von Weltmeisterteam Red Bull im Jahr 2014 ist und bleibt der Renault-Motor. Während auf dem verwinkelten Hungaroring die Power keine so große Rolle spielte, dürften die von Renault angetriebenen Autos auf den Highspeedkursen von Spa (24.08.2014) und Monza (07.09.2014) gegenüber den Mercedes-Teams gehörig ins Hintertreffen geraten. Damit wenigstens in Zukunft wieder Land in Sicht ist, wollen die Franzosen ihr Aggregat um-, und im Notfall für 2015 sogar ganz neu bauen. Doch auf Grund der Regeln ist die Motorenentwicklung eigentlich eingefroren. AUTO BILD MOTORSPORT erkundigt sich deshalb bei Renault-Cheftechniker Rob White (49) welche Möglichkeiten überhaupt bestehen.
FIA mit engen Vorgaben

Ständiger Austausch mit Red Bull & Teamchef Christian Horner (li.): Renaults Rob White (re.)
Keine Zeit für Experimente
So weit, so gut. Wäre da nicht eine zweite Einschränkung: Alle 39 Bereiche ergeben zusammen eine Wertigkeit von 61 Punkten. Doch jeder Hersteller darf für die kommende Saison nur 32 Punkte verbrauchen! Übersetzt heißt das: Er muss sich für die wichtigsten Bereiche entscheiden. White: „Nächstes Jahr wird der komplette Zylinderblock eingefroren. Wenn uns also klar geworden ist, dass wir in diesem Jahr darin versagt haben und einen neuen Zylinderblock brauchen, müssen wir das jetzt machen. Jahr für Jahr wird der Entwicklungsstopp härter. Nicht nur die Teile, die wir verändern dürfen werden weniger. Auch die Anzahl der Tokens wird immer kleiner.“
Zustimmung der Konkurrenz nötig

Krisensaison 2014: Wann fahren die von Renault befeuerten Fahrzeuge wieder dauerhaft vorne mit?
Service-Links