Die Formel 1 erlebt im Jahr 2009 das bisher längste Titelrennen aller Zeiten. Erstmals findet ein Grand Prix von Abu Dhabi statt, wo bei der Premiere am 15. November gleich das Finale steigt. Dadurch wird der WM-Kalender um einen Lauf auf insgesamt 19 Rennen aufgestockt, die Hoffnung auf zwei Rennen in Deutschland rückt damit in weite Ferne. Hier ist am 12. Juli 2009 nach einem Jahr Pause aufgrund der Rotation mit Hockenheim wieder der Nürburgring Schauplatz der Königsklasse. Das gab der Automobil-Weltverband FIA bekannt, der am Mittwoch, 25. Juni 2008, einen provisorischen Terminkalender veröffentlichte.
Der WM-Auftakt am 29. März findet traditionell im australischen Melbourne statt. Sao Paulo (Brasilien), das 2007 Austragungsort des WM-Finales war, wurde vorverlegt und geht nun am 1. November als vorletztes Saisonrennen über die Bühne. Auch der von vielen ungeliebte Frankreich-Grand-Prix in Magny-Cours ist wieder Teil des Programms. Alle 18 anderen Grand Prix der Saison 2008 sind auch 2009 eingeplant. Der neue Kurs in Abu Dhabi ist Teil eines großangelegten Tourismus-Projektes, das mit 40 Milliarden Dollar veranschlagt ist. Neben der Rennstrecke sollen auf dem Gelände ein Ferrari-Park mit eigenem Museum und Theater sowie eine Fahrer-Schule, Kartbahnen, Dünenkurse, drei Golfanlagen und Hotels enstehen.
Laut Formel-1-Boss Bernie Ecclestone stehen weitere Länder in der Bewerberschlange. "Fünf Länder warten nur noch auf grünes Licht", sagte der Engländer, der den Kalender insgesamt auf 20 Rennen ausweiten will. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählen jetzt Mexiko, Indien, Russland und Südkorea. Um die Formel 1 attraktiver zu gestalten, plant Ecclestone mindestens drei Nachtrennen pro Jahr. In der laufenden Saison wird am 28. September 2008 in Singapur das erste Flutlichtrennen der Formel-1-Geschichte gefahren.

Formel-1-Saison 2009: Vorläufiger Rennkalender