Formel 1: Revolution durch Verkauf
Tritt Ecclestone schon diese Woche zurück?

Der Formel 1 steht der große Umbruch bevor: Die Serie wird an die Liberty Media Group verkauft. F1-Zampano Bernie Ecclestone steht damit vor dem Aus.
Bild: Picture-Alliance
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Bernie Ecclestones Ära steht kurz vor dem Ende. Der Verkauf der Formel 1 von der Investmentfirma CVC an den US-amerikanischen Medienkonzern Liberty Media Group soll bereits feststehen. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Bernie Ecclestone darf noch bis Ende der Saison in Abu Dhabi Chefvermarkter bleiben – wenn er das denn will.
Hintergrund: Im Fahrerlager von Monza war am Sonntagabend bereits zu hören, dass der Brite schon in dieser Woche zurücktreten könnte. Er selbst soll Vertrauten bestätigt haben: Es gebe nun keinen Grund mehr nach Singapur oder anderen Rennen zu kommen. Allein: Ecclestone ist bekannt dafür Nebel zu streuen, dementierte bereits: "Dass ich nicht nach Singapur komme, war lange geplant."

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Für die Formel 1 bedeutet der Verkauf eine völlige Umstrukturierung des Systems. Statt eines "Alleinherrschers" soll die Rennserie in Zukunft von einem Triumvirat geführt werden. Geschäftsführer wird nach ABMS-Informationen der US-Amerikaner Chase Carey (62), bislang Vizepräsident der Filmstudios 21st Century Fox. Er soll die Formel 1 mittelfristig an die New Yorker Börse bringen.

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Besonders die kleinen Mannschaften dürften von der neuen Struktur profitieren. Langfristig soll Liberty Media an einer gerechteren Geldverteilung gelegen sein, die bevorzugte Behandlung der Top-Teams dürfte damit beendet werden. Auch wollen die neuen Eigentümer die Einnahmen stärker durch Bewegtbildrechte generieren. Das dürfte die einzelnen Veranstalter entlasten und auch die Ticketpreise senken.
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