Formel 1: Die besten Bilder vom Monaco GP

Formel 1: Ricciardo in Liga der Großen

Happy End nach Hindernislauf

Daniel Ricciardo holt endlich seinen Monaco-Sieg: Nach 2016 geht es aber erneut nicht ohne Drama. Ein Ausfall der MGU-K verlangt dem Sieger alles ab.
Mit dieser Leistung hat sich Daniel Ricciardo seinen Platz den Geschichtsbüchern des legendären Monaco GP gesichert! Erster Sieg im Fürstentum für den Australier unter denkbar schwierigen Umständen: Von der Pole aus sieht es zunächst nach einem Spaziergang im schnellen Red Bull aus - dann aber plötzlich Probleme:

Am Start sieht alles nach einem leichten Sieg aus...

„In Runde 18 hatte ich am Kurvenausgang auf einmal keine Power mehr. Ich wollte die Augen schließen und weinen, war mir sicher: Das war's!“, schildert Ricciardo die bangen Momente. „Als das passiert ist, schossen mir sofort wieder die Gedanken an 2016 in den Kopf.“ Damals verliert Ricciardo den sicheren Sieg weil sein Team beim Boxenstopp die Reifen nicht parat hat. Am Sonntag das nächste Drama: „Ich dachte mir: Was zur Hölle muss ich machen, um diesen Rennen endlich zu gewinnen?“
Am Funk bleibt Ricciardo aber cool, steht sofort mit dem Kommandostand in regem Austausch. „Als mir mein Ingenieur gesagt hat, dass das Problem zwar nicht besser, aber auch nicht schlimmer werden wird, hatte ich wieder Hoffnung. Dass ich es trotzdem schaffen kann - und der Sieg dann umso spezieller wird.“ Genau so kommt es. Davor muss Ricciardo aber richtig hart arbeiten für seinen Triumph.

Monaco steht Spalier, Ricciardo feiert seinen Sieg

Etwa 25 Prozent seiner Motorleistung verliert der Red-Bull-Pilot, wie Teamchef Christian Horner später verrät. Ricciardo erklärt das Problem: „Die MGU-K ist ausgefallen, ich hatte für den Rest des Rennens nur noch sechs Gänge statt acht.“ Ricciardo muss seinen Fahrstil komplett umstellen: „Es hat mich eine Sekunde pro Runde gekostet. Die Hinterradbremsen wurden durch den Ausfall sehr heiß, ich musste auch die Bremsbalance um sieben Prozent verstellen - normal sind im Rennen vielleicht zwei.“
Teamchef Horner lobt seinen Sieger in den höchsten Tönen. „Wie er das gemangt hat, war eine unglaubliche Leistung. Er war heute der perfekte Rennfahrer da draußen“, so der Brite. „Das war wie Schumi 1994“, spielt Horner noch am Funk sogar auf Michael Schumachers Fahrt zum zweiten Platz beim Spanien GP im fünften Gang an. Schumi-Vergleich, Monaco-Sieg - Ricciardo fährt sich am Sonntag in die Liga der ganz Großen!
Ricciardo füllt die Fürstin ab: Irre Pool-Party des Monaco-Siegers

Großer Jubel über die Wiedergutmachung für 2016

RTL-Experte Nico Rosberg gratuliert: „Für Daniel freut es mich enorm. Er hat das total verdient, war das ganze Wochenende hier in einer eigenen Liga. Auch mit dem Problem heute ist er grandios umgegangen.“ Für Rosberg hat sich Ricciardo, der für 2019 noch keinen Vertrag hat, mit dem Auftritt im Fürstentum „um ein paar Millionen teurer gemacht.“ Teamchef Horner lächelt gequält: „Ich weiß nicht, ob sein Preis rauf gegangen ist - oder sein Vertrauen in unser Team für die Zukunft.“
Auch für die Teamführung ist der Sieg am Sonntag ein emotionaler Moment: Im 250. Grand Prix gewinnt Red Bull zum 57. Mal. „War ja klar, dass es zum Jubiläum richtig Drama gibt“, lacht Horner. „Mit den Ingenieuren wurde sogar schon diskutiert, ob wir das Auto abstellen müssen. Aber wir waren in Führung in Monaco, da gibt man nicht einfach auf.“
Red Bulls sonst so abgeklärter Motorsportberater Helmut Marko strahlt: „Ich war sehr nervös. Am Anfang des Defekts sah es so aus, wie wenn wir noch langsamer werden. Dann aber haben wir das Problem in den Griff bekommen, die Einstellungen geändert und Daniel seinen Fahrstil. Eine absolut fantastische Leistung!“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture Alliance / F1 Twitter

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