Die Karriere von Lewis Hamilton

Formel 1: Rosberg gratuliert Hamilton

Gott vergibt ... Lewis nie!

Nico Rosberg gratuliert seinem Weltmeister-Vorgänger und Nachfolger per Video. Den Briten drüfte das allerdings nicht besonders interessieren.
Seit Sonntag steht fest: Nico Rosbergs Vorgänger als Weltmeister ist auch sein Nachfolger. Lewis Hamilton schnappt sich in Mexiko die WM-Krone 2017, seine vierte nach 2008, 2014 und 2015. Dauerrivale Rosberg, der den Briten vergangene Saison enttrohnt hatte und anschließend zurückgetreten war, ist das direkt nach dem Rennen eine Gratulation per Youtube-Video wert: „Glückwunsch an Lewis, wirklich eine tolle Performance dieses Jahr und ein wohlverdienter vierter Titel. Sehr endrucksvoll“, sagt der Deutsche da.
Bereits unter Woche hatte sich Rosberg in der TV-Talkshow von Markus Lanz wohlwollend über seinen einstigen Erzrivalen geäußert und sogar eine Annäherung der beiden in Zukunft nicht ausgeschlossen. „Wir waren mit 14 sehr gute Freunde, und das kann ja auch wieder kommen in der Zukunft, wer weiß – warum nicht? Wir sind ja jetzt wirklich keine Rivalen mehr, ich bin ja komplett raus. Das ändert schon sehr, sehr viel. Ich sehe deswegen nicht, warum wir nicht auch mit der Zeit wieder gut klarkommen können. Da bin ich offen für.“

In Sachen Rosberg ist Hamilton weiter nachtragend

Allein: Rosbergs warme Worte stoßen möglicherweise auf taube Ohren. Denn Hamilton verriet in einem Interview unlängst, dass sich das eiskalte Duell mit dem Deutschen tief in seine Erinnerungen eingebrannt hat. „Ich halte nicht viel von Vergessen und Verzeihen, obwohl Gott uns gelehrt hat zu verzeihen“, so Hamiltons knallharte Ansage in Richtung Rosberg – frei nach dem legendären Italowestern 'Gott vergibt ... Django nie!' Lewis auch nicht ...

Formel-1-Champions 1950-2017

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Zeitgleich räumte Hamilton ein, dass sein aktueller Lauf und Erfolg in der Formel-1-WM 2017 mit Silberfeind Rosberg an seiner Seite wohl nicht möglich gewesen wäre. Auch, weil Hamilton nach Jahren des vergifteten Teamklimas, wie er es selbst nennt, endlich wieder atmen konnte. „Als Nico sich so plötzlich verabschiedet hat, war ich noch öfter bei den Jungs in der Fabrik. Ich habe ihnen klargemacht: Ja, ihr habt einen Fahrer verloren, den Weltmeister sogar, aber ihr habt immer noch einen Fahrer, dem ihr nicht egal seid.“

Nach dem Titel: Auch Bottas kam zur Gratulation

Mit seinem neuen Stallgefährten Valtteri Bottas sei die Stimmung bei Mercedes nun besser als jemals zuvor. „Mit ihm habe ich ein Verhältnis, wie ich es in dieser Qualität noch mit keinem anderen Fahrer hatte“, lobt Hamilton. Dass sich daran so schnell etwas ändert, kann er sich auch nicht vorstellen: „Das passiert nur, wenn er mich austricksen oder betrügen will. Doch er ist nicht diese Art von Mensch, daher vertraue ich ihm voll.“ 
Bottas indes, der Hamilton 2017 nur im ersten Teil der Saison halbwegs Paroli bieten konnte, nahm am Sonntag wie sein Vorgänger ebenfalls die Gelegenheit wahr, um Hamilton zu gratulieren: „Lewis ist ein richtig netter Kerl und natürlich ein guter Fahrer“, so der Finne. „Bevor ich zu Mercedes gekommen bin, kannte ich ihn nicht wirklich. Wie alle wusste ich natürlich, dass er viel Talent hat. Aber ich habe nicht gewusst, dass er so hart arbeitet. Ich denke, er verdient den Titel dieses Jahr wirklich.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Sky Sports F1

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