Formel 1: Rosberg holt China-Pole
Ricciardo schockt Ferrari

Himmel und Hölle bei Mercedes: Lewis Hamilton startet als Letzter, Nico Rosberg holt die Pole-Position. Und hat beim China GP zusätzlich einen Reifen-Vorteil.
Bild: Picture-Alliance / Getty Images
- Frederik Hackbarth
Erste Pole-Position für Nico Rosberg in der Saison 2016! Der deutsche WM-Spitzenreiter sicherte sich in China vor Daniel Ricciardo, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel die beste Ausgangsposition.

Pole-Position: Rosberg ist derzeit das Maß aller Dinge
"Für Lewis tut es mir leid. Er muss jetzt aus dem Nirgendwo losfahren", kommentierte Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda. Lob gab es für seinen anderen Piloten: "Wieder ein toller Job von Nico." Beim Pole-Setter sah die Gemütslage deutlich sonniger aus als bei Hamilton. "Der Kampf mit Lewis ist leider ausgefallen. Für ihn und das Team ist es schade. Aber ich bin mit meinem Ergebnis natürlich zufrieden", erklärte Rosberg. "Das ganze Wochenende lief schon gut. Das Auto hat eine starke Balanace und ich habe eine gute Runde erwischt." Doch fast noch entscheidender als Rosbergs Pole-Fahrt in Q3 könnte seine Runde in Q2 gewesen sein!

Haben sich Vettel und Ferrari bei den Reifen verzockt?
Ungefähr 15 Runden halten die weichen Reifen, nur etwa fünf Umläufe die superweichen, mutmaßt Herbert. "Und alle um Nico herum haben supersoft", so Herbert, der zudem nicht mit Kritik an Ferrari sparte. Der Sky-Experte polterte: "Sie haben heute das leere Tor verfehlt! Hamilton ist Letzter und sie schaffen es trotzdem mit keinem Auto in die erste Reihe." Der Grund dafür: Daniel Ricciardo. Wie aus dem Nichts stellte er seinen Red Bull auf den zweiten Startplatz. "Eine große Überraschung. Das Qualifying ging für uns nicht gut los, aber mit ein paar Set-Up-Veränderungen haben wir uns verbessert", verriet der Australier. "Dass P2 dabei herausspringt, damit hätte ich aber nicht gerechnet."

Ricciardo muss für seine Frisur viel Spott einstecken
Für Teamkollege Sebastian Vettel lief es nicht besser. Der Deutsche fuhr anders als Räikkönen am Schluss nur ein einziges Mal. "Der Plan war, damit einen Satz Reifen zu sparen. Das ist zwar aufgegangen, aber die Runde war nicht gut genug", räumte der Heppenheimer ein. "Es lag an mir. Ich hatte mehrere kleine Fehler drin und deshalb stehen wir jetzt nicht dort, wo wir sein wollen." Für den Sonntag erwartet Vettel aber einen spannenden Grand Prix. "Nico startet auf anderen Reifen als wir. Es wird interessant zu sehen, wie sich das Rennen entwickelt - sowohl am Start als auch danach im ersten Stint."

Hamilton hat am Sonntag 21 Autos vor sich stehen
Der Österreicher bestätigte, dass dafür Hamiltons Motor gewechselt wird. "Irgendetwas scheint gebrochen. Der Motor wird nun getauscht, um den anderen im Werk in England in Ruhe untersuchen zu können." Und damit Hamilton am Sonntag wieder die volle Power zur Verfügung hat. "Man kann hier überholen. Ich werde morgen alles versuchen, denn es ist noch nichts vorbei und unser Auto ist schnell." 2011 schaffte es Mark Webber auf dem Kurs in Shanghai vom 18. Startplatz aufs Podest. Auch Hamilton selbst hat Erfahrung mit Aufholjagden. 2014 in Ungarn stürmte er von ganz hinten noch auf Rang drei. "Ganz so einfach wird es hier aber wohl nicht, denn die Reifen halten nicht besonderns lange", glaubte Hamilton.

Panne: Hülkenberg wurde vom eigenen Rad überholt
Ergebnis - Qualifikation China GP 2016:
1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:35,402 Min.
2. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:35,917
3. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:35,972
4. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:36,246
5. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:36,296
6. Daniil Kvyat (Russland) Red Bull 1:36,399
7. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:36,865
8. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:36,881
9. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso 1:37,194
10. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:37,347
11. Fernando Alonso (Spanien) McLaren Honda 1:38,826
12. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:39,093
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India - (+3 Plätze nach hinten: Rad nicht befestigt)
14. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:39,830
15. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:40,742
16. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber 1:42,430
17. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:38,673
18. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas 1:38,770
19. Jolyon Palmer (England) Renault 1:39,528
20. Rio Haryanto (Indonesien) Manor 1:40,264
21. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor -
22. Lewis Hamilton (England) Mercedes -
2. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:35,917
3. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:35,972
4. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:36,246
5. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:36,296
6. Daniil Kvyat (Russland) Red Bull 1:36,399
7. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:36,865
8. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:36,881
9. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso 1:37,194
10. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:37,347
11. Fernando Alonso (Spanien) McLaren Honda 1:38,826
12. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:39,093
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India - (+3 Plätze nach hinten: Rad nicht befestigt)
14. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:39,830
15. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:40,742
16. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber 1:42,430
17. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:38,673
18. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas 1:38,770
19. Jolyon Palmer (England) Renault 1:39,528
20. Rio Haryanto (Indonesien) Manor 1:40,264
21. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor -
22. Lewis Hamilton (England) Mercedes -
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