Formel 1: Rosberg will Hamilton jagen
Mercedes-Stars vor großem Kampf

Duell der Taten auf der Strecke, Duell der Worte daneben: Rosberg und Hamilton stimmen sich auf einen harten Schlagabtausch beim Bahrain GP ein.
Bild: Picture-Alliance / Getty Images
- Frederik Hackbarth
Der Ton wird rauer, die Blicke düsterer und spätestens wenn am Sonntagabend in Bahrain das Flutlicht angeht, fehlt nicht mehr viel zur Atmosphäre vor einem Boxkampf. Allein: Der Ring heißt dann Bahrain International Circuit. Vor zwei Jahren entbrannte hier erstmals das große Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg - dem Mercedes-Duo, das den Sport seither dominiert, den Silberfeinden.
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2014 lieferten sie sich in Sakhir einen knallharten Fight, damals beim dritten Rennen der Saison. 2015 hielt der geschlossene Burgfrieden ebenfalls nur bis zum dritten Lauf in China, dann fingen auf der Pressekonferenz nach dem Rennen wieder die alten Streitereien an. Vieles spricht nun dafür, dass Rosberg und Hamilton dieses Jahr schon beim zweiten Grand Prix die harten Bandagen auspacken.

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Umgerechnet gut eine Wagenlänge lag Rosberg auf dem 5,407 Kilometer langen Kurs hinter Hamilton. Es geht brutal eng zu zwischen den Silberpfeilen, die Rivalen treiben sich zu immer neuen Höchstleistungen. "Es war schon eine ziemlich kranke Runde. Das war mir klar, als ich die Zeit gesehen habe", kommentiert Hamilton seine Pole, die zeitgleich ein neuer Rundenrekord ist. Schneller als Mark Webber 2005, damals wohlgemerkt mit einem V10-Williams! Mit vier Zylindern weniger und elf Jahre später überquerte Hamilton am Samstag in Q3 vor Rosberg die Zielline und musste dann zittern. "Ich habe meine Daumen gedrückt, dass es reicht. Denn es war das ganze Wochenende über schon so: Wann immer ich eine Rundenzeit gesetzt habe, kam Nico und bumm: War er wieder schneller!"

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Etwas nüchterner sieht Rosbergs Einordnung der Startplätze aus. "Das hier ist die Strecke, auf der die Pole am wenigsten zählt", findet der Deutsche, der erklärt: "Man kann hier überholen und auch über die Strategie gibt es morgen noch viele Möglichkeiten." Hamilton entgegnet: "Mir ist schon klar, warum Nico das sagt: Weil er hier letztes Jahr auf Pole stand... und ich gewonnen habe." Doch auf die leichte Schulter nehmen will Hamilton seinen Kontrahenten bei aller Stichelei nicht. "Nico war bis auf den letzten Run in Q3 das ganze Wochenende über schneller als ich. Ich hoffe das kommt im Rennen nicht wieder."
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