Max Verstappens härtesten F1-Manöver

Formel 1 Rückkehr nach Holland

Comeback einer Todesstrecke

Die Formel 1 gastiert ab 2020 wieder auf dem holländischen Kurs in Zandvoort. Hier gewann Niki Lauda sein letztes Rennen. Hier spielten sich aber auch schon Dramen ab.
Es ist ein Hauen und Stechen hinter den Kulissen der Formel 1. Welche Strecke bekommt 2021 einen Platz im Kalender? Die Anzahl soll möglichst bei 21 WM-Läufen bleiben. Sicher ist bereits: Vietnam wird erstmals auf einem neuen spektakulären Stadtkurs ausgetragen, dazu kommt – das ist seit heute offiziell – auch die Rückkehr nach Zandvoort.
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Das bringt den Deutschland-GP zum Wackeln. Denn theoretisch müssen nun zwei aktuelle Rennen gestrichen werden. Ohne Vertrag für 2020 ist neben Barcelona, Silverstone und Mexiko-Stadt auch Hockenheim. Zuletzt hießt es, Zandvoort wird Barcelona ersetzen. Doch während des Spanien-GP am vergangenen Wochenende wollten die spanischen Promoter davon nichts wissen. Als wahrscheinlich gilt auch das Ausscheiden von Mexiko-Stadt, weil die Regierungsgelder für die Austragung des Rennens gestrichen werden. Der Brasilien-GP soll, das wurde von Rio de Janeiro bereits verkündet, von Interlagos nach Rio wandern. Aber auch hier will sich Interlagos nicht geschlagen geben.

Max Verstappen löst in Holland einen F1-Boom aus

Die Rückkehr nach Zandvoort ist eine logische Konsequenz des Formel-1-Booms, den Max Verstappen ausgelöst hat. In vielen Europa-Rennen sind die Tribünen mit orange bekleideten Verstappen-Fans gefüllt. Jetzt bekommen die Niederländer ihr eigenes Rennen zurück.
Dafür muss der Dünenkurs in Zandvoort aber modernisiert werden. Zur Debatte steht beispielsweise die Verbreiterung der Start-Ziel-Gerade.
Ursprünglich hat John Hugenholtz die Strecke designt, genauso wie später Suzuka oder auch den alten Hockenheim-Kurs. Es handelt sich also um eine aus dem alten Holz geschnitzte Strecke, die fahrerisch als anspruchsvoll gilt. Aber auch eine, die wenig Überholchancen bietet. Daniel Ricciardo zum Beispiel sagt: „Ganz ehrlich: Die Strecke ist wirklich mega. Superschnell, alte Schule, da brauchst du richtig Eier! Aus Fahrersicht ist sie toll. Andererseits ist sie so schnell und gleichzeitig so eng, dass ich nicht glaube, dass man dort gut überholen kann.“
Die Formel 1 gastierte bereits 1952/1953/1955 und von 1958-1971 sowie von 1973 bis 1985 in Zandvoort. Zwei Mal allerdings ereigneten sich auch tödliche Unfälle. 1970 starb Piers Courage, nachdem er von einem herumfliegenden Rad erschlagen wurde. 1973 verbrannte Roger Williamson bei lebendigem Leib. Die verzweifelten Rettungsversuche seines Teamkollegen David Purley gingen damals um die Welt und sorgten für Entsetzen.
Zandvoort ist auch die Strecke, auf der Niki Lauda 1985 sein 25. und damit letztes Formel-1-Rennen aller Zeiten gewonnen hat. Es war auch das bisher letzte Rennen in Zandvoort. Einen niederländischen Sieger gab es noch nie, einen deutschen schon: Wolfgang Graf Berghe von Trips siegte 1961 im Ferrari. Die meisten Zandvoort-Siege hat Jim Clark verbucht: Er gewann vier Mal (1963-1965, 1967).
Der Vertrag mit Zandvoort gilt bis Ende 2022.

Max Verstappens härtesten F1-Manöver

Fotos: Picture-alliance

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