Formel 1: Schock in Singapur
Streckenposten fast überfahren

Letztes Jahr ein Betrunkener, am Samstag ein Waran, im Rennen dann ein Streckenposten. In Singapur sind nicht nur die Formel-1-Autos auf der Strecke.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
Immer wieder Singapur! Die Liste der ungebetenen Gäste auf dem Stadtkurs reißt einfach nicht ab. Vor allem Nico Rosberg rutschte das Herz am Sonntag kurz in die Hose. Nach dem Startcrash von Landsmann Nico Hülkenberg war umgehend das Safety-Car ausgerückt. Wenige Runden später wurde es unerwartet schnell wieder reingerufen.
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Der Marshall rennt davon, hinten kommt Rosberg an
„Keine schöne Erfahrung, jemanden über die Strecke rennen zu sehen, wenn ich mit 300 Sachen ankomme“, sagte Rosberg nach dem Rennen zu dem Vorfall. „Ich habe sichergestellt, dass ich da sicher vorbeikomme, habe dabei aber bestimmt etwas Zeit verloren“, so der Mercedes-Pilot. „Es war ein haariger Moment, weil ich nicht sicher war, ob er uns kommen sieht...“
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Mit Vollgas rasen die Boliden an dem Mann vorbei
In Singapur ist das Thema besonders sensibel, weil es bereits vergangenes Jahr zu einem ähnlichen Vorfall gekommen war. Damals spazierte eine betrunkener Zuschauer über den Kurs, musste für sein Vergehen im strengen Stadtstaat später sogar eine sechsmonatige Haftstrafe absitzen.„Der Typ letztes Jahr war wenigstens besoffen“, kommentierte Mercedes-Sportchef Toto Wolff den Vorfall mit einem Lacher. „Der Streckenposten hatte kein gutes Timing, das war natürlich sehr gefährlich“, so Wolff, der aber auch Verständnis zeigte: „Allgemein haben wir die Rennleitung gebeten, die Rennen schneller wieder freizugeben. Das ist hier passiert.“ Nur etwas zu schnell...

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