Eigentlich sollte 2023 nur ein Übergangsjahr werden für Mick Schumacher. Von der Mercedes-Ersatzbank wollte der Sohn von Rekordweltmeister Michael schnellstmöglich wieder zurück ins Stammcockpit. Doch bislang ist eine Rückkehr völlig offen, wie er am Rande des GP in Zandvoort verrät.
„Einen Zeithorizont gibt es noch nicht. Ich arbeite noch dran“, erklärt der 24-Jährige bei Sky. Dabei wisse er, dass es jetzt drauf ankommt, sich richtig zu positionieren. Mick: „Die Zeit läuft ein bisschen davon, aber im Endeffekt muss ich mir die Zeit nehmen.“
Auch sein Onkel Ralf Schumacher warnt davor, unruhig zu werden. „Die Formel 1 ist immer sehr dynamisch“, sagt er bei Sky. „Er ist nach wie vor mitten im Geschehen. Er macht hier Simulatorarbeit. Von daher ist er auf Stand-by. Er muss Geduld haben.“
Schafft Mick Schumacher den Sprung zurück ins Stammcockpit?
Bild: Mercedes

Heißt also: Warten. Darauf, dass beispielsweise Logan Sargeant sich bei Williams immer weiter ins Abseits crasht. Allein: Beim Großen Preis der Niederlande verursachte ein Hydraulikdefekt seinen Unfall im Rennen.

Mercedes-Teamchef glaubt an Mick Schumacher

Schumacher junior kann die Leistung des US-Boys ohnehin nicht beeinflussen. Er muss sich aktuell als Test- und Simulatorfahrer bei Mercedes beweisen. Seinen Teamchef Toto Wolff hat er offenbar schon von sich überzeugt: „Ich denke, er verdient es, in der Startaufstellung zu stehen“, betont der Wiener und erklärt Schumachers Leistungseinbruch 2022 so: „In dem Moment, in dem man sich im Auto über einen längeren Zeitraum nicht sicher fühlt, macht man sich mehr Druck und performt weniger gut.“
Wolff glaubt trotzdem an den Deutschen: „Mick ist schnell. Wenn man die Formel 3 und Formel 2 gewinnt, dann hat man ein großes Potenzial. Und er konnte das (in der Formel 1; d. Red.) nie zeigen.“