Sebastian Vettel (35) befindet sich auf seiner Abschiedstournee. Im November fährt der Deutsche in Abu Dhabi sein letztes Rennen, ausgerechnet an der Stätte seines größten Triumphs. Hintergrund: Auf dem Kurs auf Yas Island hat der Hesse 2010 im Red Bull seinen ersten WM-Titel geholt.
Doch auch, wenn das Karriereende naht und die großen Erfolge im Aston Martin weiter auf sich warten lassen, blitzen die Eigenschaften, die Vettel zum viermaligen Weltmeister gemacht haben, immer noch durch.
„Sebastian ist wie eine Maschine, wenn es um die Arbeit geht“, sagt Tom McCullough. Der Performance-Direktor von Aston Martin lobt den Deutschen Ex-Champion, der seit 2021 für das Team des britischen Sportwagenherstellers fährt, in den höchsten Tönen: „Die Arbeit mit Sebastian Vettel in den letzten 18 Monaten hat wirklich viel Spaß gemacht. Er macht sich viele Gedanken, kennt sich technisch sehr gut aus und trägt viel zum Team bei.“
Vettel hat bei Aston Martin Eindruck hinterlassen.

Und obwohl Vettel auf das Finale seiner Formel-1-Karriere zurast, lässt er nicht locker: „Er ist der ultimative Profi“, beschreibt McCullough. „Vielleicht ist er jetzt etwas entspannter. Das zeigt sich aber keineswegs im Ingenieursbüro oder an seinem Fahrstil.“
Und auch menschlich bleibt der Heppenheimer wichtig für Aston Martin. McCullough: „Er versteht es sehr gut, das ganze Team moralisch auf ein anderes Level zu heben. Er ist ein neugieriger Geist, mit dem man auch viel Spaß haben kann.“
Spaß haben will auch Vettel noch in seinen letzten sechs Rennen. Doch sein AMR22 ließ das zuletzt nicht zu. In Monza musste der Deutsche seinen grünen Renner mit Motorschaden abstellen. „Wir hoffen, in Zukunft etwas konkurrenzfähiger zu sein“, sagt McCullough, räumt aber ein. „Oft gibt es zwischen den verschiedenen Teams aber nur minimale Zeitunterschiede. Es geht darum, wer es, wenn es zählt, genau richtig hinbekommt.“
Da kann eine Maschine im Cockpit helfen.