Formel 1: Silberpfeil-Update schlägt ein
So wurde Mercedes zum Reifenflüsterer

Überhitzende Reifen und Blasenbildung waren lange Zeit Mercedes' Achillesferse. ABMS zeigt, wie die Silberpfeile diesem Problem Herr wurden.
- Frederik Hackbarth
Ex-F1-Pilot und TV-Experte Paul di Resta hat sich das Training in Suzuka draußen an der Strecke angeschaut. Für ihn steht fest: „Der Mercedes sieht hier in allen Belangen dominant aus, hat über die gesamte Runde gesehen die beste Fahrbarkeit.“
Vor einigen Rennen war das noch nicht so, mit den neusten Updates hat das Weltmeisterteam aber offensichtlich voll ins Schwarze getroffen. „Alles, was sie ans Auto bringen, funktioniert auf Anhieb. Genau das braucht man, um den Titel zu gewinnen“, glaubt Di Resta. Doch wie haben die Silberpfeile den Unterschied gemacht? AUTO BILD MOTORSPORT nimmt die Technik genauer unter die Lupe.

Plötzlich Reifenflüsterer: Mercedes' Erfolgsschlüssel
Doch noch ein zweites Element, die in Magnesium geschmiedeten Felgen von OZ (s. Abbildung oben rechts), sorgen dafür, dass die Hitze besser vom Rad abgehalten wird. Diese sind mit kleinen Außenflügeln am Rand versehen, die dank der Rotation einen Wirbel erzeugen und die Hitze damit bündeln und nach außen leiten - ähnlich wie die Lamellen in einem Kühler.
Diese Verfeinerung hilft Mercedes dabei, die Reifen nicht zu überhitzen und hat abrupt das vorher bestehende Problem der Blasenbildung gelöst. Am Freitag in Suzuka hatten die Silberpfeile deshalb auf allen drei Reifenkomponenten keinerlei Schwierigkeiten. Ferrari hingegen hatte wie schon zuletzt in Russland wieder mit den Pirelli-Pneus zu kämpfen, beklagte vor allem hinten links Blasenbildung. Auf dem Papier fehlten Sebastian Vettel und Co. deshalb fast eine Sekunde auf die neuen Reifenflüsterer aus Stuttgart.
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