23 Rennen in 19 Ländern, 20 Autos und Fahrer, zehn Teams, das sind die wichtigsten Eckdaten der Formel 1 in der noch bis zum letzten Novemberwochenende dauernden Saison 2023.
Teams, die sich für viele Millionen Dollar in die Serie eingeschrieben haben, müssen ein eigenes Fahrzeug konstruieren und einsetzen. Es dürfen nur ausgewählte Teile von anderen Teams zugekauft werden. Der US-Rennstall Haas kooperiert dabei mit Ferrari und die Red Bull-Tochter AlphaTauri mit dem Hauptteam des Getränkeherstellers. Auch Williams und Sauber beziehen Teile von Dritten.

Der Formel-1-Zeitplan

Ein Rennwochenende der Formel 1, der sogenannte Grand Prix, besteht aus zwei Trainingseinheiten am Freitag, einem dritten freien Training und dem Qualifying am Samstag sowie dem eigentlichen Rennen am Sonntag.
Seite 2021 gibt es auch in der Formel 1 Sprintrennen.
Bild: Red Bull Content Pool

Bei einigen ausgesuchten Veranstaltungen steht zudem ein Sprintrennen im Programm. Dann findet das Qualifying für das Hauptrennen am Freitag statt. Das dritte freie Training wird durch das Qualifying für den Sprint ersetzt. Das Sprintrennen über rund ein Drittel der Distanz des Hauptrennens folgt danach. Die besten Acht des Sprints bekommen WM-Punkte.

Renndauer maximal zwei Stunden

Das Rennen am Sonntag geht über die jeweils geringstmögliche Rundenzahl mit der die minimale Renndistanz von 305 Kilometern überschritten wird. Es dauert aber maximal zwei Stunden.
Ein Formel-1-Rennwagen muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit (aber ohne Kraftstoff) zu jedem Zeitpunkt des Wochenendes mindestens 798 Kilogramm wiegen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn ein Auto durch einen Unfall oder einen Defekt Fahrzeugteile auf der Rennstrecke verloren hat.

Über 300 km/h Top-Speed

Angetrieben werden F1-Renner von 1,6 Liter V6-Turbokompressor-Hybrid-Motoren mit rund 1.000 PS. Das reicht auf Highspeed-Rennstrecken wie etwa im italienischen Monza für eine Höchstgeschwindigkeit von weit jenseits der 300 km/h.
Höchstgeschwindigkeit von weit jenseits der 300 km/h sind in der Formel 1 keine Seltenheit.
Bild: Red Bull Content Pool

Alle Fahrzeuge sind auf Einheitsreifen von Pirelli unterwegs. Pro Rennwochenende stehen einem Fahrer maximal 13 Sätze Trockenreifen zur Verfügung. Pro Grand Prix jeweils in drei verschiedene Reifenmischungen an. Die heißen zwar immer Soft (roter Streifen), Medium (gelber Streifen) und Hart (weißer Streifen) sind in der jeweiligen Mischung aber durchaus unterschiedlich. Im Klartext: Ein harter Reifen beim GP von Monaco ist nicht zwingend identisch mit einem harten Reifen beim GP von Belgien.
Um die Kosten im Rahmen zu halten ist für bestimmte Bauteile eines Autos ein Lebenszyklus vorgeschrieben. So darf ein Team etwa pro Rennsaison und Auto u. a. maximal drei Verbrennungsmotoren, drei Hybrideinheiten, sogenannte MGU-H, drei Turbolader, zwei Energiespeicher, oder acht Auspuffsysteme verwenden. Werden mehr dieser Teile benötigt erfolgt als Strafe eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze.

Starts nur mit FIA-Superlizenz

In der Formel-1-WM dürfen nur Fahrer starten, die im Besitz einer FIA-Superlizenz sind. Um diesen Formel-1-Führerschein zu bekommen, hat der Automobilweltverband FIA einen festen Punkteschlüssel definiert. Damit werden die Leistungen von Rennfahrern in bestimmten Nachwuchs- und anderen Rennserien bewertet. Erforderlich sind darüber hinaus ein nationaler Führerschein und ein Mindestalter von 18 Jahren.
In den Formel-1-Rennen bekommen die zehn erstplatzierten Fahrer WM-Punkte. Und zwar von 25, 18, 15 Zählern für die ersten drei bis zu einem Punkt für den Zehnten. Einen Bonuspunkt erhält der Fahrer mit der schnellsten Rennrunde, vorausgesetzt er beendet das Rennen in den Top 10.