Formel 1: So lief der siebte Testtag
Jordan: Mercedes ist die Supermacht

Ferrari an Tag sieben in Barcelona erneut mit Bestzeit - und dennoch haben die Roten Rückstand. Experte Eddie Jordan warnt vor Mercedes' Übermacht.
Bild: Picture-Alliance
Ferrari tut alles für die Spannung in der Formel 1: Kimi Räikkönen fuhr am vorletzten Testtag in Barcelona die schnellste Runde des Testwinters! Auf ultraweichen Reifen war er 0,4 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Felipe Massa im Williams-Mercedes, der weiche Reifen aufgezogen hatte. Zum Test mit dem Halo-Kopfschutz am Vormittag sagte er: „Die Sicht war okay.“ Wichtiger aber: Mit 136 Runden antwortete der Finne auf die Spekulationen über Zuverlässigkeitsprobleme an seinem roten Renner.Auch AUTO BILD MOTORSPORT hatte zuvor aus sicheren Quellen erfahren: Der Motorblock des neuen 1,6-Liter-V6-Turbos soll starke Vibrationen verursachen. Angeblich ist die Kurbelwelle Schuld. Und: Auch die Kundenteams, die das 2016er-Aggregat einsetzen, haben das Problem. Nur der Toro Rosso läuft mit dem 2015er-Triebwerk im Heck weiter wie ein Uhrwerk. Heute absolvierte Max Verstappen 159 Runden.
Kopfschutz für Fahrer: Ferrari testet Heiligenschein

Ereignisreicher Tag: Erst testete Kimi Räikkönen den neuen Kopfschutz-Bügel, dann fuhr er Bestzeit

Geht es nach Eddie Jordan (l.), können sich die Mercedes-Verantwortlichen (r.) bereits feiern lassen
Nur in Vettel sieht Jordan einen möglichen Heilsbringer. Der Ex-Teamchef von Michael Schumacher, der den Kerpener 1991 in die Königsklasse brachte, erklärt: „Wenn jemand die Deutschen schlagen kann, dann nur ein Deutscher.“ Jordan ist überzeugt: „Vettel wird Ferrari weiter verbessern. Die Frage wird aber nicht sein, wie nahe er mit Ferrari an Mercedes herankommen wird. Sondern: Wie nah lässt Mercedes sie herankommen, damit die Dominanz nicht zu offensichtlich wird.“
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