Formel 1: Strafenkönig Hamilton
75 Startplätze zurück?

Lewis Hamilton hat sich entschieden: Er wechselt in Spa mehrfach den Motor und kriegt dafür die volle Dröhnung an Strafen. Ist das am Ende von Vorteil?
Bild: Picture-Alliance
Den Mercedes-Mechanikern wird in Spa nicht langweilig. Bereits vor dem ersten freien Training haben sie in den Autos von Nico Rosberg und Lewis Hamilton neue Motoren eingebaut. Man wechselte den Verbrennungsmotor, den Turbolader, die Wärmemaschine und auch den zweiten Elektromotor. Grund: ein Upgrade, für das die Ingenieure fünf von elf verbliebenen Entwicklungswertmarken (Token) ausgegeben haben.
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In der Mittagspause wurde es erneut hektisch in der Mercedes-Box, diesmal aber nur auf Hamiltons Seite der Garage. Der Silberpfeil des Weltmeisters bekam erneut einen neuen V6-Turbo inklusive nagelneuer MGU-H und MGU-K.

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Der Nachteil der technischen Defekte vom Saisonbeginn könnte sich so in einen Vorteil wandeln. Denn während Hamilton in Sachen Antrieb nun von allen Komponenten eine Einheit mehr auf Lager hat als sein Rivale, muss Rosberg mit der zu Saisonbeginn geplanten Anzahl an Antriebskomponenten über die Runden kommen. Der Deutsche ist in allen Elementen bei Nummer vier angelangt. Nur noch einen weiteren Wechsel kann er sich leisten, ohne rückversetzt zu werden. Insgesamt darf ein Fahrer pro Jahr fünf Antriebseinheiten nutzen. Der Wechsel einer einzelnen Komponente wird ebenfalls bestraft.Hamilton hat sich bei seinem Team jedenfalls schon mal für den Wechsel-Marathon bedankt: „Großer Respekt und ein riesiges Dankeschön an alle für diese harte Arbeit“, ließ er in seiner Medienrunde ausrichten. Der WM-Kampf – er könnte auch durch Taktikspielchen beim Einsatz der Antriebseinheiten entschieden werden.
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