Formel 1: Streckenspaziergang in Monaco
Die Formel 1 ist immer noch spektakulär!

Unsere Formel-1-Reporterin Bianca Garloff machte sich in Monaco auf an die Strecke und stellte Zentimenter neben den Boliden fest: Die F1 hat nicht an Glanz verloren.
Bild: BG
Die Formel 1 kommt im TV einfach nicht mehr rüber. Zu leise, zu unspektakulär. Die Quoten sind im Sinkflug. In den sozialen Netzwerken beschweren sich die Fans en masse über den Sound der Turbo-Motoren. Ich sage trotzdem: Kommt doch mal an die Rennstrecke und macht Euch dort ein Bild! So leise sind die neuen Hybride nämlich gar nicht. In Monaco gehe ich traditionell raus an die Strecke. Rascasse, Schwimmbad, Hafenschikane. Hier im Fürstentum kommt man so dicht ran an die Formel 1 wie nirgendwo sonst.

ABMS-Reporterin Bianca Garloff lächelt am Eingang der Schwimmbad-Sektion - doch das mulmige Gefühl mit einem dröhnenden F1-Boliden im Rücken bleibt
Die Frequenz ist eine andere, aber keine schlechtere. Und nein: Durch die Häuserschluchten wird der Klang nicht verfälscht. Dazu kommt: In der Tabac-Kurve hört man jetzt sogar die Reifen quietschen. Auch das zeugt von Fahrzeugbeherrschung und Racing am Limit. Dicht dran an den Leitplanken machen die Biester immer noch Angst – zumindest in den Hochgeschwindigkeitspassagen.

Da fällt beim Knipsen fast das Handy aus der Hand: So nah wie hier kommt Nico Rosberg (Bild) auf der Strecke sonst nur Teamkollege Lewis Hamilton
Schlussfolgerung meines Streckenspaziergangs: Die Verantwortlichen sollten die Finger von Megaphonen und Lautsprechern lassen. Stattdessen muss Bernie Ecclestones FOM-TV die Mikrofone dort platzieren, wo die Fahrer Gas geben – und sie sensibler ausrichten. Damit auch die Zuschauer zu Hause in den Genuss des neuen Formel-1-Klangs kommen.
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