Die Statistik spricht nicht gerade für Sebastian Vettel. In den fünf letzten Qualifikationen der Saison war er langsamer als sein Teamkollege Charles Leclerc. Klar, in Hockenheim trat sein Turbo-Schaden bereits im ersten Quali-Abschnitt auf, Leclercs Defekt erst in der letzten Runde.
Trotzdem ist der Trend klar: Der Monegasse hat im Zeittraining die Oberhand gewonnen - und gleicht mit seinem vierten Startplatz in Ungarn sogar aus im Qualiduell mit Vettel. 6:6 steht es jetzt am Samstag. Immerhin: Im Rennen hat Vettel mit 7:4 noch die Nase vorne.
Ferrari
Trotz Abflug: Lerclerc war am Ende wieder vor Vettel
0,12 Zehntelsekunden fehlten dem Deutschen in Ungarn auf seinen Teamkollegen. Und das, obwohl Leclerc im ersten Qualifying-Abschnitt seinen Ferrari in der Zielkurve rückwärts in der Wand parkte und seiner Mechanikercrew wegen eines zertrümmerten Heckflügels arbeitsreiche Minuten bescherte.
Vettel selbst sieht das indes nicht problematisch. „Für uns war klar, dass es im Qualifying schwierig wird ganz vorn anzugreifen. Die ersten drei waren nicht in Reichweite, morgen ist ein neuer Tag“, sagt er und gibt zu, dass zumindest Leclerc in Reichweite gewesen wäre. „Ich war nicht komplett zufrieden in Sektor zwei, hätte noch etwas Spielraum gehabt. Aber uns fehlt weiter der Speed in den Kurven. Auf den Geraden sind wir stark. Aber wir haben Probleme die Reifen am Leben zu halten und deshalb fehlt uns der Grip in den letzten paar Ecken.“
Ein Problem, über das übrigens auch Leclerc geklagt hat. Vettel betet nun für Hitze am Sonntag: „Ich hoffe, dass es superheiß wird morgen, dann können wir Druck ausüben. Überholen ist möglich, aber man muss klar schneller sein. Wenn die Temperaturen normal sind, wird es langweilig.“
Wie es in den Teamduellen der anderen Teams steht, sehen Sie in der Bildergalerie:
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Von

Bianca Garloff